Das Langzeitgedächtnis: Deklarativ und Prozedural
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Das deklarative Gedächtnis (Wissen, dass) speichert Informationen und Wissen über Ereignisse. Diese Fakten und Erinnerungen bilden den Wissensschatz einer Person und erlauben uns, unsere Gedanken auszudrücken. Es gibt zwei Arten des deklarativen Gedächtnisses:
Das episodische und semantische Gedächtnis
- Episodisches Gedächtnis: Es umfasst persönliche Erinnerungen, die es uns ermöglichen, uns an Termine, Fakten oder erlebte Episoden zu einem bestimmten Zeitpunkt und Ort zu erinnern. Es bewahrt Ereignisse im Leben sowie Situationen auf, in denen gelernt wurde. Die Quelle des episodischen Gedächtnisses ist die Sinneswahrnehmung, und die enthaltenen Informationen sind zeitlich organisiert.
- Semantisches Gedächtnis: Es speichert das Wissen über die Sprache und die Welt, unabhängig von den Umständen des Erwerbs. Das kulturelle Verständnis ist die Quelle des semantischen Gedächtnisses. Informationen können ohne Rücksicht auf Ort und Zeit des Erwerbs abgerufen werden. Es ist fast immun gegen das Vergessen, weshalb die Sprache und andere Fähigkeiten sehr langlebig sind.
Innerhalb des deklarativen Gedächtnisses kann das explizite Gedächtnis eingeschlossen werden (intentional, beinhaltet das Lernen über Menschen, Orte und Ereignisse; wir können es mündlich wiedergeben und es stellt eine bewusste Wahrnehmung dar).
Das prozedurale Gedächtnis (Wissen, wie)
Das prozedurale Gedächtnis ist die Erinnerung an Fähigkeiten oder Fertigkeiten; hier ist das Wissen gespeichert, wie Dinge zu tun sind. Dieses Wissen wird durch Konditionierung oder wiederholte Erfahrungen erworben und ist, sobald es gefestigt ist, unbewusst. Zum prozeduralen Gedächtnis kann das implizite Gedächtnis gehören. Das implizite Gedächtnis ist nebensächlich; wir können Dinge lernen, ohne es zu merken und ohne weitere Anstrengung.
Struktur und Kapazität des Langzeitgedächtnisses
Das Langzeitgedächtnis enthält unsere Repräsentationen der physischen Welt, der sozialen und kulturellen Realität, autobiografische Erinnerungen, Sprache, Begriffe und Bedeutungen. Hier sind Informationen gut organisiert und der Zugriff erfolgt, wenn er angemessen ist. Die Informationen im Langzeitgedächtnis sind semantisch, wenn das Material verbal ist, und visuell, wenn es sich um Grafiken oder Zahlen handelt. Das Langzeitgedächtnis verfügt über eine unbegrenzte Kapazität, sämtliche Informationen zu speichern, die man behalten möchte, aber die Speicherstruktur garantiert nicht immer den Abruf. Es ist permanent, aber sein Inhalt kann für unterschiedliche Zeiträume beibehalten werden.