Lateinamerikanische Literatur: Von der Unabhängigkeit bis zum Boom
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Lateinamerikanische Länder: Unabhängigkeit und Instabilität
Lateinamerikanische Länder erreichten ihre Unabhängigkeit von Spanien, blieben jedoch durch Instabilität und soziale Ungleichheit gezeichnet. Dies wurde durch die politische und wirtschaftliche Präsenz der USA begünstigt, was häufig zu militärischen Aufständen führte.
Kulturelle Entwicklung und Themen
Die Kultur in den hispanischen Ländern geht auf die Eroberung zurück. Seitdem sind die zentralen Themen die Wahl zwischen Zivilisation und Barbarei.
Der realistische Regionalroman
Der realistische Regionalroman zeichnet sich durch eine großartige, tragisch schöne Natur aus, die die Charaktere beeinflusst, fast wie ein Antagonist.
- Der Indigenenroman: Fokussiert auf die Anklage der Ausbeutung der Indigenen durch die Weißen. Beispiel: Huasipungo von Jorge Icaza.
Der Roman der Mexikanischen Revolution
Der Roman der Mexikanischen Revolution ist das Ergebnis der revolutionären Kämpfe von unten, wie bei Mariano Azuela.
Merkmale der hispanischen Erzählung
Synthese von Realität und Imagination, neue Themen (Umfeld des Menschen) und technische Innovationen. Bruch mit der linearen Zeit.
Borges und die Imagination
BORGES: Seine Geschichten, wie El Aleph, sind reine Übungen der Imagination.
Der Boom der sechziger Jahre
Die Erzählung erlebte ab den Sechzigern einen großen globalen Einfluss. Dieses Phänomen wird als „Boom“ bezeichnet. Charakteristika:
- Kontinuierliche Synthese von Realität und Fantasie.
- Stilistische Innovationen und innovative Erzähltechniken.
- Präferenz für städtische Schauplätze.
Wichtige Autoren des Booms
Zu den bedeutenden Autoren gehören Gabriel García Márquez, Julio Cortázar (Hundert Jahre Einsamkeit) und Mario Vargas Llosa, der das militärische Ambiente in Das Fest des Ziegenbocks kritisiert.
Weitere wichtige Werke der hispanischen Erzählung
- Eine Welt für Julius von Alfredo Bryce Echenique (BCYE).
- Das Haus der Geister von Isabel Allende.
- 2666 von Roberto Bolaño.
Juan Rulfo: Leben und Werk
Juan Rulfo: Geboren 1917 in Mexiko, geprägt durch die Ermordung seines Vaters, den Untergang der Familie und den Tod seiner Mutter.
Wichtige Veröffentlichungen und Ehrungen
1935 veröffentlichte er seine Kurzgeschichtensammlung El Llano en llamas. 1954 schrieb er Pedro Páramo. Er erhielt 1970 den Nationalpreis für Literatur der Mexikanischen Akademie der Sprache. Er starb 1986 in Mexiko.
Themen und Technik in Rulfos Werk
Das zentrale Thema ist das Versprechen an den Tod seiner Mutter. Er reist, um seinen Vater zu suchen, und entdeckt die Geister der Menschen, die ihn terrorisieren und an das Leiden erinnern, als er erkennt, dass das Volk hungerte. Rulfo lokalisiert die Zeichen geografisch. Ein zentrales Problem ist die Frage, wer in dem Roman stirbt.
In seinem Werk wird der Vorsteher (der Chef) als ungerechter Herrscher dargestellt, und es erfolgt eine Kritik an der mexikanischen Revolution und der Kirche.
Technik: Mischung aus poetischer und volkstümlicher Sprache. Seine Geschichten sind realistisch. Der Roman Pedro Páramo wird in Fragmenten und Teilen präsentiert. Der erste Teil erzählt von Juan Preciado, der zweite in der dritten Person. Es gibt eine Mischung aus Dialogebenen mit Fragmenten der Vergangenheit und dem Leben von Pedro Páramo.