Lebensmittelzusatzstoffe: Typen, Risiken und sicherer Einkauf

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Zusatzstoffe in Lebensmitteln

Zusatzstoffe sind Stoffe, die verwendet werden, um die Haltbarkeit von Lebensmitteln zu verlängern, mikrobiologische Kontamination in Schach zu halten und Geschmack, Textur, Farbe usw. zu verbessern. Sie werden von der FAO und WHO kontrolliert und in Europa durch den Wissenschaftlichen Ausschuss für Lebensmittel bewertet.

Typen von Lebensmittelzusatzstoffen

1. Farbstoffe (E1xx)

Diese verleihen Lebensmitteln eine natürliche oder künstliche Farbe. Einige können allergische Reaktionen auslösen.

2. Konservierungsstoffe (E2xx)

Sie verhindern das Wachstum von Bakterien, Pilzen und Hefen. Beispiele:

  • Sorbinsäure: Verhindert Schimmelbildung in Marmeladen und Joghurt.
  • Schweflige Säure (Sulfit): Verhindert die Gärung von Wein.
  • Nitrat und Nitrit: Werden in Fleischerzeugnissen verwendet, um das Risiko von Botulismus zu schließen und die Farbe zu erhalten.
  • Benzoesäure: Kann allergen wirken.

3. Antioxidantien (E3xx)

Sie verhindern das Ranzigwerden von Fetten. Dazu gehören Tocopherole (Vitamin E) und andere, wie BHA und BHT, deren Sicherheit teilweise fragwürdig ist.

4. Stabilisatoren und Emulgatoren (E4xx)

Diese verbessern die Beschaffenheit von Waren, verdicken oder verflüssigen sie oder verhindern das Entmischen. Sie können manchmal irreführend sein.

5. Süßungsmittel (E4xx und E9xx)

Sie dienen zum Süßen von Lebensmitteln mit weniger Produkt und weniger Kalorien. Sie dürfen nur in Lebensmitteln mit kalorienarmer Bezeichnung oder als „ohne Zucker“ verwendet werden. Das Cyclamat ist teilweise fragwürdig.

6. Geschmacksverstärker (E6xx)

Dies sind oft irreführende Zusatzstoffe, die den milden Geschmack von Lebensmitteln verbessern sollen, wie beispielsweise Glutamate in Suppen.

7. Sonstige (E1xx, E2xx, E3xx, E5xx, E6xx, E9xx)

Diese Kategorie umfasst:

  • Versäuerungsmittel: (z. B. bei Oliven und eingelegtem Gemüse).
  • Säureregulatoren: Zur Regulierung des Säuregehalts (z. B. in Sahne).
  • Antiklumpmittel: (bei der Weinbereitung und bei Salzen).
  • Überzugsmittel (Wachse): Für Obst oder Käse.

8. Aromen

Dies sind die am häufigsten verwendeten Stoffe. Hersteller können sie in geringen Mengen frei kennzeichnen. Einige können in großen Mengen krebserregend sein.

Bewertung der Sicherheit von Lebensmittelzusatzstoffen

Die Sicherheit einiger Zusatzstoffe wird in Frage gestellt oder sie sind nicht ausreichend akkreditiert. Hier eine grobe Einteilung:

  1. Akzeptabel harmlos: Einige sind natürlich in Lebensmitteln enthalten.
  2. Akzeptabel in manchen Fällen: Der Nutzen überwiegt die Risiken; sie sind in einigen Lebensmitteln gerechtfertigt und in anderen verboten (z. B. Sulfite im Wein, aber nicht im Fleisch).
  3. Probleme bei hohen Dosen.
  4. Allergische Reaktionen: Personen mit Asthma oder Allergie gegen Acetylsalicylsäure können reagieren.
  5. Mangel an Informationen über Nebenwirkungen.
  6. Zweifel an der Toxizität.
  7. Täuschend: Maskieren das Fehlen einer Zutat oder mindere Qualität.
  8. Möglicherweise gefährlich: Nur in der Herstellung zugelassen und sollten nicht im Endprodukt erscheinen.

Tipps für den sicheren Einkauf

Um Zusatzstoffe zu vermeiden, beachten Sie Folgendes:

  1. Lesen Sie die Etiketten: Kaufen Sie Produkte mit weniger Zusatzstoffen. Manchmal sind sie getarnt: Achten Sie auf den Namen und nicht nur auf die E-Nummer (z. B. E300 ist Ascorbinsäure/Vitamin C).
  2. Seien Sie skeptisch: Verlassen Sie sich nicht darauf, wenn „keine Konservierungsstoffe oder künstliche Farbstoffe“ deklariert sind, dies ist keine Garantie für handgefertigte oder natürliche Produkte.
  3. Hinterfragen Sie Werbeaussagen: Geben Sie nicht jedem Werbeversprechen Glauben. Einige Listen brandmarken Stoffe wie E300 (Vitamin C) fälschlicherweise als gefährlich oder krebserregend.

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