Lehrerausbildung und Wandel im 21. Jahrhundert
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Einführung
In diesem Forschungsprojekt zeigen wir, dass die neuen Trends bei aktuellen und künftigen Lehrkräften eine führende Rolle in der heutigen Erziehung einnehmen und dass Lehrkräfte Veränderungen antizipieren müssen, die die Gesellschaft derzeit mit unterschiedlichen Methoden durchläuft.
Wir werden außerdem untersuchen, welche Ausrichtung Lehrkräfte angesichts der Anforderungen der heutigen Bildung einnehmen sollten und wie die Lehrerausbildung entscheidend für eine effektive Bildung in unserer Zeit ist.
Um dies zu tun, beziehe ich mich auf die Überlegungen von Atarejos, etwa auf das Thema Als ein Beruf der Pflege. Zehn Kapitel: Unterricht, Lehrer und Lehrer für den Wandel: Herausforderungen und Hoffnungen.
Als weiteren Bezugsrahmen zur Ergänzung dieser Arbeit habe ich die Reflexionen von Gimeno Sacristán berücksichtigt, insbesondere zur Professionalisierung des Lehrberufs, zur angeblichen Hyperresponsabilität der Lehrkräfte und zur Frage der Bildungsqualität.
Entwicklungseinheit
Professoren und Lehrer im Wandel
Künftige Lehrkräfte, die sich jetzt ausbilden, müssen die Fähigkeit zur Antizipation und psychologischen Flexibilität entwickeln, um den schnellen Veränderungen in der Lebensweise der Gesellschaft gerecht zu werden. Das, was sie heute lernen, wird in fünf Jahren nicht mehr zu hundert Prozent anwendbar sein.
Zu den Veränderungen zählen zunehmende technologische Komplexität, Globalisierung, die Ausbreitung virtueller Realitäten, moralische Identitätskrisen, verstärkte Individualität etc.
Aktuelle Bildungsfachkräfte und Bildungseinrichtungen neigen dazu, Routinen aufrechtzuerhalten, die dem ständigen Wandel der Gesellschaft und damit der Schülerinnen und Schüler nicht mehr gerecht werden.
Die Schule und die Lehrkräfte sollten daher ihr Verhalten an diese Veränderungen anpassen. Es bedarf einer permanenten Rekonstruktion, die auf Signalen zur Erfassung gesellschaftlicher Transformation beruht, um proaktiv Strategien zu entwickeln. Der Autor schlägt sechs Veränderungen vor, die die Entwicklung der Arbeit von Lehrkräften in den Schulen beeinflussen werden:
a) Schule: viele und vielfältige Lernorte
Die pädagogische Tätigkeit findet nicht nur in der Schule, sondern auch in anderen Feldern und an anderen physischen Orten wie Gefängnissen, in Städten usw. statt. Bildung ist nicht an ein Alter gebunden; sie richtet sich nicht nur an Kinder. Sie ist nicht nur die Weitergabe von Wissen, sondern die Förderung der ganzen Person. Nicht-formale Bildung wird wichtiger werden als heute. All dies erweitert und modifiziert die Modelle und Strategien von Lehrkräften.
b) Mächtige Wettbewerber der Schule
Das Fernsehen ist ein Wettbewerber, auch wenn es oft qualitativ minderwertige Informationen vermittelt. Daher besteht die Aufgabe der Lehrkräfte darin, den Lernenden Werkzeuge zur Analyse und Interpretation zu bieten und nicht nur Informationen zu übermitteln. Wir sollten das Fernsehen als ein Werkzeug zur Verbesserung von Unterrichtsmethoden betrachten. Das Internet überträgt ebenfalls Informationen und kann als Lehrmittel genutzt werden.
c) Widersprüchliche Vorbilder und Codes
Wettbewerber der Schule vermitteln häufig widersprüchliche Codes und Vorbilder, die von den Medien als nachahmenswerte Archetypen dargestellt werden, während die Schule eher ein intellektuelles Modell präsentiert. Das Dilemma besteht darin, dass die von den Medien geförderten Archetypen den Lernenden andere Rollen nahelegen: beispielsweise eine beruflich aktive Person oder eine Spitzensportlerin.
d) Fragmentiertes Vorwissen der Lernenden
Die Vorerfahrungen der Schülerinnen und Schüler sind oft lax und fragmentiert, wie sie aus den Medien stammen. Der Unterricht müsste daher bei diesem Vorwissen ansetzen, die Nutzung und Analyse dieser Ressourcen erleichtern sowie die Interpretation und Anwendung dieses Wissens in der Arbeitswelt und der Gesellschaft fördern. Die Schule sollte nicht fortfahren, nur Daten und nichts weiter zu übertragen.
e) Gemeinsame und interdisziplinäre Erziehungsarbeit
Pädagogische Tätigkeit wird zunehmend gemeinsame, interdisziplinäre Arbeit sein. Die Schule muss Verbindungen zur Kultur der Lernenden und zur Gesellschaft pflegen und darf nicht isoliert agieren.
f) Förderung der interkulturellen Bildung
Strategien müssen nicht nur gegenüber den genannten Faktoren offener sein, sondern auch Haltungen und Sichtweisen der Lehrenden in Bezug auf die Wertschätzung von Fremdem und Vielfalt fördern.
Der neue Lehrer: Wohin geht das 21. Jahrhundert?
Angesichts der Anforderungen der heutigen Bildung ist die Lehrerausbildung von zentraler Bedeutung. Der Autor beschreibt folgende Ideen als relevant für die Gestaltung künftiger Lehrkräfte:
a) Gegen-Hegemonie
Die Lehrperson muss eine Haltung einnehmen, die an Werten orientiert ist. Es ist notwendig, Schulen als Orte öffentlicher Beteiligung und des Dialogs zu definieren, an denen die sich wandelnde Gesellschaft sichtbar wird. Diese Vision sollte der Ausbildung künftiger Lehrkräfte zugrunde liegen.
b) Forschung
Die Lehrperson sollte erforschen, wie sie ihre Organisationsmöglichkeiten und den Ausbau des Bildungsangebots verbessern kann.
c) Spezifität
Der Lehrberuf erfordert eine ständige Vorbereitung und interdisziplinäre Ausrichtung. Es geht nicht nur um Fachwissen, sondern auch um den Aufbau von Beziehungen zu Individuen und Gruppen.
d) Kunst
Kunst als Form der Ausübung von Intelligenz: Berufspraxis grenzt an Kunst. Die Kunst besteht in der Definition eines Problems, seiner Durchführung und in der Improvisation.
e) Öffnung
Eine Schule muss offen für die Gesellschaft und ihre Veränderungen sein.