Leichtathletik-Training: Grundlagen und Technik für Jugendliche
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Etappen der sportlichen Entwicklung
- Angepasstes Spiel: Förderung der motorischen Koordination, Flexibilität und Kompetenz in der ersten Phase der Einführung. Das Kind entwickelt ein Bewusstsein für das eigene Körperbild.
- Athletische Einführung: Vermeidung von zu intensiver Belastung vor dem 12. Lebensjahr, da der Stützapparat noch nicht vollständig definiert ist. Geschwindigkeitstraining liefert hier bereits bemerkenswerte Ergebnisse. Der aerobe Stoffwechsel sowie spezifische motorische Aufgaben zur Verbesserung der Mobilität und Flexibilität stehen im Fokus.
- Athletisches Training: Die Belastung für Jugendliche sollte nicht das Maximum erreichen, um die Energie für Wachstumsprozesse zu bewahren. Der Kalorienbedarf in diesem Alter (2500–3500 kcal) muss erhöht werden, um das Wachstum und die psychische Instabilität auszugleichen.
Planung und Kontrolle
Jede Unterrichtseinheit muss über die Saison hinweg abwechslungsreich gestaltet sein. Spezifisches Training für Schüler zwischen 12 und 14 Jahren basiert auf athletischen Grundlagen und der Kenntnis der Regeln.
Leistungstests für Schüler
- Geschwindigkeit: 40-Meter-Lauf.
- Ausdauer: 600, 800 oder 1000 Meter.
- Sprung: Weitsprung oder Pentasprung.
- Wurf: Medizinball oder leichte Gewichte.
- Flexibilität: Tiefe Rumpfbeuge oder gestreckte Beinbeuge.
Ausstattung und Material
Die Wahl des Ortes (Sportplatz, Halle, Natur) hängt von der Disziplin ab. Das Material umfasst:
- Speed: Startblöcke, Stäbe.
- Hürden: Hürden (50 cm bis 1 m), Bänke.
- Sprung: Matten, Hochsprungständer, Stangen.
- Wurf: Gewichte (3–6 kg), Diskus (1–1,5 kg), Speere (400–600 g), Hammer.
Phasen des Laufschritts
- Amortisation: Der Fuß berührt den Boden sanft mit der Außenseite, um Stöße zu vermeiden.
- Stützphase: Der Schwerpunkt befindet sich über dem Stützpunkt; Vorbereitung auf den Impuls.
- Impuls: Die aktive Phase des Rennens, entscheidend für die Geschwindigkeit.
- Flugphase: Der Athlet verlässt den Boden; eine parabelförmige Flugbahn entsteht.
Frequenz und Schrittlänge
Die Geschwindigkeit ergibt sich aus der Frequenz (Anzahl der Schritte pro Zeit) und der Schrittlänge (Amplitude). Eine effiziente neuromuskuläre Verbindung und die Kraft der Beinstrecker sind hierbei entscheidend.
Technikbeschreibung
Die korrekte Haltung des Rumpfes und der Arme dient der Balance und dem Ausgleich von Rotationskräften. Die Arme bewegen sich nah am Körper, wobei der Fokus auf den Ellenbogen und der Laufrichtung liegt.
Sprint- und Ausdauerlauf
Beim Sprint stehen hohe Frequenz, maximale Amplitude und ein kräftiger Abdruck im Vordergrund. Beim Dauerlauf hingegen liegt der Fokus auf der Ökonomie der Kräfte, einer elastischen Fußplatzierung und einer entspannten Körperhaltung.
Starttechnik
Startposition
- Abstand der Blöcke: Individuell angepasst, um eine komfortable Position zu gewährleisten.
- Hände: Pyramidenförmig hinter der Startlinie platziert.
- Kopf und Rumpf: Der Kopf bildet eine Verlängerung der Wirbelsäule, der Blick ist nach unten gerichtet.
Startkommando
Beim Kommando „Fertig“ heben sich die Hüften leicht an, die Beine stehen unter Spannung. Beim Startschuss erfolgt ein explosiver Druck gegen den Block, gefolgt von einer kraftvollen Vorwärtsbewegung des Körpers.