Leichtindustrie: Merkmale, Trends und Standortfaktoren
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Die Leichtindustrie und ihre Merkmale
Die Leichtindustrie (auch Konsumgüterindustrie genannt) umfasst jene Industrien, welche Produkte für den unmittelbaren Verbrauch aus Rohstoffen oder Halbfabrikaten herstellen. Sie wird auch als „leicht“ bezeichnet, da ihre Anlagen kleiner sind als die der Schwerindustrie und sie weniger Investitionen sowie Arbeit für die allgemeine Produktion benötigen. Im Allgemeinen sind sie sauberer als die Schwerindustrie. Diese Betriebe befinden sich oft in der Nähe von Verbrauchszentren, um einen leichten Zugang zu den Absatzmärkten zu haben (z. B. Nahrungsmittel, Textilien, Möbel).
Aktuelle Trends in der industriellen Entwicklung
Zu den aktuellen Tendenzen gehören die Entwicklung der industriellen Spitzentechnologie sowie die industrielle Konzentration. Unternehmen assoziieren oder verschmelzen miteinander, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Sie sparen dabei bei Aspekten wie dem Vertrieb der Produkte.
Formen der industriellen Konzentration
- Horizontale Konzentration: Hierbei handelt es sich um Unternehmen der gleichen Branche, die unter einer gemeinsamen Leitung gruppiert sind.
- Vertikale Konzentration: Hier befinden sich Unternehmen, die verschiedene Produkte innerhalb der gleichen Branche herstellen (z. B. Garn und Gewebe) oder Derivate wie Kraftstoffe (Benzin) und Kunststoffe verarbeiten.
Der industrielle Prozess und das Geschäftsmodell
Die Verlagerung industrieller Prozesse und Geschäftsmodelle ist ein zentrales Thema. Damit ein industrieller Prozess durchgeführt werden kann, muss das Unternehmen so verwaltet und organisiert werden, dass die Produktion effizient erfolgt. Das resultierende Produkt ist für den Markt bestimmt, wo es mit anderen existierenden Produkten konkurriert.
Wirtschaftlichkeit und Unternehmensziele
Um rentabel zu sein, muss ein Teil des Gewinns im Unternehmen reinvestiert werden, um Einrichtungen und Technologien zu erhalten oder zu verbessern sowie die Arbeit zu entlohnen. Der Hauptzweck des Geschäfts ist der Gewinn. Strategien hierfür sind:
- Senkung der Produktionskosten
- Steigerung der Produktivität
- Ausbau des Absatzes
Einige Unternehmen treffen Vereinbarungen mit anderen, um den Wettbewerb zu reduzieren, was zur Bildung von Monopolen führen kann. Zudem werden Produktionsstätten oft in Ländern installiert, in denen die Arbeit billiger ist. Dieser Prozess der Herstellung führt zur Diversifizierung der Produktion oder zum Kauf von Produkten über gezielte Werbung.
Faktoren der industriellen Standortwahl
Die Bedeutung dieser Faktoren variiert je nach historischer Zeit und Art der Industrie. Wir können folgende Faktoren unterscheiden:
- Nähe zu Rohstoffen und Energiequellen: Dieser Faktor senkt die Transport- und Reisekosten und war besonders in der Frühphase der Industrialisierung entscheidend.
- Arbeitskraft: Hierbei zählen Qualifikation, Menge und Preis.
- Infrastruktur: Die Nähe zu städtischen Gebieten und ein gutes Transportnetz.
- Politische und soziale Faktoren: Sowie die Wahrnehmung durch die Arbeitgeber.