Leitfaden zur Erstellung und Auswahl von Englisch-Lehrmaterial

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1. Erstellung von Lehrmaterialien für den Englischunterricht

Materialien und Ressourcen spielen eine zentrale Rolle in der Methodik des Fremdsprachenunterrichts. Laut Richards & Rogers (1986) sollten Lehrmaterialien folgende Anforderungen erfüllen:

  • Sie sollten die Entwicklung der vier Fertigkeiten erleichtern.
  • Sie sollten den Informationsaustausch fördern.
  • Sie sollten abwechslungsreich sein und eine Vielzahl an Aktivitäten und Aufgaben ermöglichen.

Vor der Ausarbeitung von Materialien sollte die Lehrkraft sicherstellen, dass:

  • ausreichende Informationen über die Interessen der Studierenden vorliegen.
  • Vorkenntnisse berücksichtigt wurden.
  • der Schwierigkeitsgrad leicht über dem aktuellen Verständnisniveau der Studierenden liegt.
  • ein Gleichgewicht zwischen authentischen und angepassten Materialien besteht.
  • die Autonomie der Schüler maximiert wird.
  • gesetzliche Vorgaben und grundlegende Dokumente eingehalten werden, um einen verborgenen oder parallelen Lehrplan zu vermeiden.

Visuelle Hilfsmittel

Es gibt zwei allgemeine Arten von visuellen Hilfsmitteln im Fremdsprachenunterricht: Realien und fertige Materialien. Die Nutzung gemeinsam genutzter Ressourcenräume kann Zeit und Aufwand sparen und sich sehr vorteilhaft auswirken.

2. Kriterien für die Auswahl und Verwendung von Lehrbüchern

Schüler sollten nach Möglichkeit mit einer Vielzahl an Ressourcen arbeiten. Heutzutage lassen sich Materialien in drei Kategorien unterteilen: alte, neue und neueste Ressourcen. Das Lehrbuch gilt dabei weiterhin als „Stern“-Ressource. Bei der Auswahl sollten stets die Vor- und Nachteile sowie spezifische Qualitätskriterien beachtet werden.

3. Authentische und angepasste Dokumente

Die Auswahl geeigneter Rohstoffe – insbesondere Texte und unterstützende Ressourcen – ist entscheidend, um die Lernmotivation der Schüler zu entwickeln. Nach Simenson (1987) lassen sich Texte für das Englischlernen in drei Kategorien einteilen: authentische, pädagogische und angepasste Texte.

4. Einbindung der Schüler in die Materialgestaltung

Die Einbeziehung der Schüler in den Lehr-Lern-Prozess ist essenziell. Der Schüler wird nicht nur als Empfänger, sondern als aktiver Konstrukteur seines Lernprozesses betrachtet.

Grundsätze des schülerzentrierten Ansatzes

Die Prinzipien der Kollaboration, Autonomie, Verhandlung, Effektivität und Vielfalt können in Bezug auf folgende Bereiche erreicht werden:

  • Ziele und Inhalte
  • Methodik
  • Auswahl und Gestaltung der Materialien
  • Evaluation (Co-, Hetero- und Selbstevaluation)

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