Leitfaden zur Forstwirtschaft und Wiederaufforstung
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Forstwirtschaft und Silvikultur
Forstwirtschaft oder Silvikultur (Dasucultura) befasst sich mit der Nutzung der Waldressourcen. Wiederaufforstung ist die Aktion der Wiederbelebung und der Prozess, der die Neuinstallation des Waldes ermöglicht.
Forstprojekte und künstliche Wälder
Ein Forstprojekt beinhaltet die Implantation von Wäldern (Bosquez) auf Land, das zuvor keine Vegetation aufwies. Ein künstlicher Wald entsteht durch menschliche Eingriffe, wie die direkte Aussaat oder das Pflanzen aus einer Baumschule (Training Forest).
Lage und Flächenplanung
Die Lage sollte so repräsentativ wie möglich für die Boden- und Klimabedingungen des Gebiets der Wiederaufforstung sein und als Distributionszentrum dienen. Die Feldgröße oder Oberfläche hängt von der maximalen Fläche ab, die pro Jahr aufgeforstet werden soll. Eine beispielhafte Planung umfasst: 60 m² Saatbeete (Almacigueras), 3660 m² Verschulung (Repica), 280 m² Straßenbau, insgesamt 4000 m².
Bodenbeschaffenheit und Wasserversorgung
Die Bodenart sollte sorgfältig gewählt werden, vorzugsweise mit einer maximalen Steigung von 2 bis 3 %, um den Abfluss von Regenwasser zu erleichtern. Wichtige Faktoren sind die Bodentextur, reiche organische Substanz und der pH-Wert. Die Verfügbarkeit und Qualität von Wasser zur Bewässerung ist essenziell. Eine Wasserversorgung muss das ganze Jahr über gewährleistet sein, etwa durch perforierte Rohre, Schläuche, Sprinkler (Aspercion) oder Gräben.
Baugeräte, Werkzeuge und Infrastruktur
Zur Ausstattung gehören ein Wassertank, ein Gewächshausbereich, Lagerräume (Galpones) für Werkzeuge, Saatbeete (Almacigueras), Pestizide, Saatgut und Dünger. Zudem sind Pflanzenschutzbereiche, Transplantationsflächen (Barbalos) und ein Perimeterzaun notwendig. Es ist von Vorteil, die Baumschule (im Original fälschlich als Kindergarten bezeichnet) in der Nähe der Bevölkerung anzulegen.
Arten von Baumschulen und Bodenvorbereitung
Die Bodenkonditionierung erfordert die Zufuhr notwendiger Nährstoffe. Es gibt befristete Baumschulen (Flyer), die den Boden nur zeitweise belegen, oder dauerhafte Baumschulen. Letztere erfordern eine sorgfältige Untersuchung des Standorts, des Layouts und der Konstruktion. Nach der Standortwahl erfolgt die erste Vorbereitung.
Entwurf und Planung der Baumschule
Die Planung ist ein wichtiger Schritt bei der Festlegung der Baumschule. Sie umfasst Phasen der Keimfähigkeit, Erziehung und Entwicklung. Das Saatbeet für die Keimung der Samen sollte ausreichend Sonnenlicht, Luft und Wasser erhalten. Eine weitere wichtige Praxis in den Saatbeeten ist die Mykorrhizierung.
Wahl der Mutterbäume und Samenernte
Die meisten Baumarten werden durch Samen vermehrt. Bei der Wahl der Mutterbäume (Porta Tree) sollten gesunde, kräftige und dominante Bäume bevorzugt werden. Die Samenernte umfasst fleischige Früchte oder häutige Scheiden. Beispiele für Erträge:
- 100 kg Früchte von Eucalyptus globulus ergeben 2 kg Samen.
- 100 kg Früchte von E. tereticornis ergeben 5 kg Samen.
- 100 kg Früchte von E. camaldulensis ergeben 6 kg Samen.
- 100 kg Früchte von E. viminalis ergeben 4 kg Samen.
Saatgutqualität und Aussaat
Reifes Saatgut sollte von registrierten Elternbäumen gesammelt werden. Dokumentiert werden sollten der Zeitpunkt der Sammlung, botanische und Trivialnamen, Höhe und Herkunft. Die Qualität des Saatguts wird durch Reinheit, pH-Wert und Wirtschaftlichkeit bestimmt. Die Aussaat erfolgt breitwürfig (Boleo) oder in Linien im späten Winter oder frühen Frühjahr. Die Verschulung (Repica) ist die Transplantation in einzelne Behälter.
Pflege und Transport der Setzlinge
Ein Umbraculum (Schattenhalle) ist eine feste Konstruktion zur Pflanzenpflege. Wichtig ist der Schutz vor Krankheiten und Schädlingen. Die Verpackung und Beförderung der Setzlinge (im Text fälschlich als "Silber" bezeichnet) birgt Risiken für Verluste während der Transferzeit. Einige Arten werden durch Direktsaat oder agame (klonale) Vermehrung verbreitet.
Pflanzsysteme und Bewirtschaftung
Bei der Einteilung des Gebiets (Framing) müssen Kriterien wie flaches oder erosionsgefährdetes Gelände berücksichtigt werden. Ein Pflanzsystem mit regelmäßigen Abständen ist wichtig für die Forstkulturen. Die Wiederaufforstung abgeholzter Flächen sichert eine hohe Produktion. Bewirtschaftungspraktiken umfassen die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit, Artenauswahl, Standortprüfung und den Schutz der Vegetation. Es gibt verschiedene Arten der Pflanzung, von industriellen Plantagen mit intensivem Management bis hin zu Schutzpflanzungen.