Leitfaden für CATV- und HFC-Netzwerkdesign
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1.1 Begriffsbestimmungen und Bandbreite
Bei der Planung, dem Design und der Installation von CATV-Systemen ist die Bandbreite der erste entscheidende Faktor. Zu beachten sind die Nutzung der Frequenz, in der gearbeitet wird, sowie die angebotenen Dienstleistungen. Dieser Schritt ist primär eine geschäftliche Entscheidung.
2 Berechnung der Kopfstelle und Geräteauswahl
Bei der Auswahl der Ausrüstung für die Kopfstelle muss die Programmierung berücksichtigt werden. Vor kurzem haben wir ein Projekt (Venture) gestartet, um die richtige Ausrüstung für das Satellitensignal zu spezifizieren.
2.1 Technische Merkmale der Bodenstation
- Für die Wahl der Anzahl der Antennen ist es wichtig, im Voraus die Art der Dienstleistung festzulegen.
- Die Annahme, mit nur einer Satellitenschüssel 24 Kanäle zu empfangen, ist ein Fehler.
- Je niedriger die Anzahl der Antennen bei vielen gewünschten Kanälen ist, desto eher sind wir gezwungen, mehrere Ausgangsverteiler einzusetzen, was ein sehr schlechtes Signal bedeutet.
2.2 Platzierung der Geräte in der Kopfstelle
Es wird empfohlen, die Geräte (Equipos) in der Nähe der Antennengruppe zu platzieren, um hohe Verluste durch lange Kabelwege zu verhindern.
3 Etappen des CATV-Netzwerk-Designs
- Geländeaufnahme (Relvamiento) des Gebiets
- Bestimmung der Architektur
- Definition der Nutzung
- Festlegung der Qualitätsparameter
- Definition der Betriebsbedingungen
- Berücksichtigung für die Endplanung
- Vorplanung und Design
3.1 Geländeaufnahme und Datenerfassung
Die Begehung des Geländes sorgt für zuverlässige Informationen über:
- Verschiedene Stützpunkte
- Distanzen zwischen den Unterstützungspunkten
- Anzahl der Kunden pro Kategorie
- Typ der Kunden
3.2 Bestimmung der Versorgungsfläche
Es wird empfohlen, den Standort der Kopfstelle (Header) an einem ausreichend bevölkerten Ort zu wählen, um die Investition abzusichern und einen wirtschaftlichen Erfolg (Gewinn) zu garantieren.
3.4.1 Signal-Rausch-Verhältnis (SNR)
Das SNR ist das Verhältnis der mittleren Leistung des Basisbandsignals zur durchschnittlichen Rauschleistung.
3.4.2 Träger-Rausch-Verhältnis (CNR)
Das CNR ist das Verhältnis zwischen der Leistung des HF-Trägers und dem Rauschen, das im Teil des Spektrums ansteigt. Eine Erhöhung des Ausgangspegels um 1 dB entspricht einer Verbesserung von 1 dB.
3.4.3 Composite Second Order (CSO)
Diese Art der Verzerrung wird durch die Mischung von Trägern verursacht. Ein niedrigerer Ausgangspegel um 1 dB führt zu einer CSO-Verbesserung von 1 dB. Symptom: Diagonale Linien.
3.4.4 Composite Triple Beat (CTB)
Diese Verzerrung entsteht durch die Mischung von drei Trägern. Ein um 1 dB niedrigerer Ausgangspegel führt zu einer CTB-Verbesserung von 2 dB. Symptom: Horizontale Linien oder Bänder.
3.4.5 Kreuzmodulation (XM)
Die Cross-Modulation ist eine Verzerrung, die durch Signalmischung entsteht, wenn mehrere Signale gleichzeitig verstärkt werden. Symptom: Diagonale Streifen und/oder überlagerte Bilder.
3.4.6 Hum-Modulation
Hum bezeichnet unerwünschte Signale der Zuleitungsfrequenz oder deren Harmonische auf dem Videoträger. Ursachen sind meist Probleme mit der Stromversorgung oder eine mangelhafte Schirmung. Symptom: Horizontale Streifen, die von oben nach unten durch das Bild laufen.
3.6.1 Direkte Rendite (Rückkanal)
Der Pegelwert wird an den Geräten definiert, die dem Verstärker am nächsten liegen (Tap).
3.6.2 Express Line
Express-Linien dienen dazu, entfernte Punkte zu erreichen, ohne die maximale Kaskadierung zu überschreiten. Wir verwenden verlustfreie Kabel für die Stromversorgung, soweit dies ohne Überschreitung der Grenzen des Signalabfalls möglich ist.
Design von Glasfaserverbindungen
- Berücksichtigung der Verluste, die das Signal auf der Strecke erfährt.
- Festlegung der Bindungsart basierend auf dem Standort der Populationen.
- Berechnung der optimalen Dämpfung und der Sendeleistung (Tx Power).
Zusätzliche Faktoren für eine optische Verbindung:
- Anzahl der Anschlüsse oder Spleißstellen (Fusion).
- Notwendige optische Koppler und Splitter zur Signalverteilung.
- Wert der optischen Sendeleistung.
Design-Phase für HFC-Netzwerke
Das HFC-Design gleicht einem Puzzle. Das zu folgende Verfahren ist das Gegenteil von Baum- und Filialnetzen. Im HFC-Netzwerk-Design werden kleine Zellen zu Gruppen zusammengefasst. Der erste Schritt besteht darin, die Anzahl der Knoten festzulegen, die Position der Knoten zu bestimmen, diese zu verdrahten und mit den Verstärkern zu verbinden. Dies geschieht durch die explizite Definition der Glasfaserstrecken, die den Knoten mit dem Hub verknüpfen.