Leitfaden für Produkt- und Service-Design-Prozesse
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Schritte im Produktdesign
Im Folgenden werden die wesentlichen Phasen der Produktentwicklung erläutert:
- Functional Design: Hierbei wird ein Produkt primär nach funktionalem Bedarf entwickelt. Das Ziel ist die Erfüllung der Funktion, unabhängig vom äußeren Erscheinungsbild.
- Industrial Design: Dieser Aspekt befasst sich mit der Ästhetik und den spezifischen Bedürfnissen der Benutzer.
- Design for Manufacturing: Die Gestaltung wird an die verfügbaren Ressourcen, Materialien und Fertigungsmöglichkeiten angepasst.
Merkmale und Faktoren des Produktdesigns
- A) Funktioneller Faktor: Das Produkt muss die Funktionen erfüllen, die die Bedürfnisse der Verbraucher befriedigen.
- B) Wert und Nutzen: Der Preis und der Wert des Produkts müssen im Einklang mit dem Vorteil stehen, den der Verbraucher bei der Verwendung erwartet.
- C) Nutzungsfaktor: Eine einfache Handhabung durch den Endverbraucher muss gewährleistet sein.
- D) Designqualität: Die Gestaltung muss so ansprechend sein, dass sie potenzielle Käufer motiviert.
- E) Aussehen: Der ästhetische Wert des Produkts ist in vielen Fällen entscheidend für die Kaufentscheidung.
- E) Zuverlässigkeit: Das Produkt erfüllt seine Funktion über einen als normal geltenden Zeitraum hinweg zufriedenstellend.
- F) Wartbarkeit: Das Produkt ist so konstruiert, dass es über seine Lebensdauer hinweg einfach instand gehalten werden kann.
- G) Haltbarkeit: Dies betrifft die erwartete Lebensdauer des Produkts im Verhältnis zu den Nutzungskosten.
- H) Machbarkeit: Abhängig von der Verfügbarkeit und den Kosten der Materialien sowie der Produktionsanlagen.
- I) Vereinfachung: Wichtig für die Produktion, um komplexe Zeitpläne und eine zu große Vielfalt an Materialien oder Spezialausrüstungen zu vermeiden.
- J) Standardisierung: Vereinheitlichung der Konstruktion, um die Produktionsprozesse zu erleichtern.
Prozessdesign der Produkte
- Kontinuierliche Produktion: Arbeitsprozesse, die dauerhaft ohne Unterbrechung (Beginn oder Ende) ablaufen.
- Repetitive Produktion: Herstellung von Waren in großen Mengen über einen längeren Zeitraum.
- Intermittierende Produktion: Verarbeitung von Produkten in kleinen Mengen nach Kundenwunsch. Dies erfordert ständiges Starten und Stoppen aufgrund individueller Bestellungen.
Design von Dienstleistungen
Konzept des Service-Designs
Die Gestaltung von Dienstleistungen folgt ähnlichen Schritten wie die Produktion:
- Identifizierung eines Verbraucherbedürfnisses.
- Entwicklung eines Service-Konzepts, das dieses Bedürfnis erfüllt.
- In der Engineering-Phase unterscheidet sich das Service-Design vom Produktdesign, da viele Dienstleistungen keine physischen Komponenten enthalten.
Prozessdesign für Dienstleistungen
Hierbei spielen zwei Faktoren eine wesentliche Rolle:
- Kundenkontakt: Die Anwesenheit des Kunden bei der Erstellung des Service erfolgt auf zwei Wegen:
- A) Individuelles Design: Der Kunde ist aktiv an der Gestaltung beteiligt und entscheidet gemeinsam mit dem Dienstleister über den Standard.
- B) Beteiligung an der Erstellung: Der Kunde wirkt direkt bei der Durchführung der Dienstleistung mit.
- Arbeitsintensität: Die Bereitstellung kann arbeitsintensiv sein (z. B. Kinderbetreuung, Lehre) oder kapitalintensiv (z. B. Geldautomaten).
Die vier Hauptprozesse der Dienstleistung:
- Near-Fertigung: Kapitalintensiv mit wenig Kontakt zum Kunden.
- Massendienstleistungen (Bulk Services): Arbeitsintensiv mit wenig Kontakt zum Kunden.
- Personalisierte Dienste: Kapitalintensiv mit intensivem Kontakt zum Kunden.
- Professionelle Dienstleistungen: Arbeitsintensiv mit intensivem Kontakt zum Kunden.
Die Technologien werden zudem unterteilt in: Starre Prozesse (bei wenig Kundenkontakt) und flexible Prozesse (bei hohem Kundenkontakt).