Leitfaden für Warmwasserinstallationen und Rohrleitungen
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Merkmale der Rohrleitungsanordnung: Prüfung
- Messung von Durchmessern und Wanddicken
- Analyse der Verzinkung und Rohreignung
- Prüfung der Warmwasserbeständigkeit (falls zutreffend)
- Überprüfung der Rohrbreite
- Bestimmung der Zubehörtypen
Vorbereitung der Rohrleitungen vor der Abdeckung
- Dichtheitsprüfung der Fugen und Belastungstests
- Anordnung: Warmwasserleitungen müssen stets über Kaltwasserleitungen verlaufen
- Einhaltung von Mindestabständen: 3 cm zu Gasleitungen, 4 cm zu anderen Rohren, 30 cm zu Stromleitungen
Arten der Rohrverbindungen
- Beton (mit Metallmantel): Doppelte Schweißnähte (innen und außen)
- Stahl: Gewinde-, Flansch- oder Schweißverbindungen
- Gusseisen: Flanschverbindungen, automatische oder mechanische Dichtungen
- PVC: Verschraubungen, Verklebungen oder Ringdichtungen
- Polyethylen: Heißschweißen oder Spezialformteile
- Kupfer: Schweißverbindungen
Materialwahl bei verzinkten Stahltanks
Der Primärkreis muss aus Edelstahl oder emailliertem Stahl bestehen. Bei der Verwendung von Kupfer entsteht eine Potentialdifferenz (Elektronegativität), die zu Korrosion führt.
Rahmenbedingungen für die Rohrverlegung
Bei der Installation einer Rohrleitung sind folgende Bedingungen zu erfüllen:
- Abschnitte müssen exakt vertikal oder horizontal verlaufen; horizontale Leitungen müssen parallel zur Decke ausgerichtet sein.
- Rohre sollten stets oberhalb der Entnahmestellen (Hydranten) geführt werden.
- Einbauabstand: Mindestens 30 cm zu elektrischen Anlagen und 3 cm zu Gasanlagen.
Berechnung von Warmwasseranlagen
- Bestimmung der Rohrdurchmesser
- Auswahl der Motor-Pumpen-Gruppe
- Berechnung der Speicherkapazität
- Ermittlung der erforderlichen Heizleistung
Parameter für die Motor-Pumpen-Auswahl
- Durchflussmenge: Die zu erbringende Leistung.
- Förderhöhe und Druck: Der Druck ist erforderlich, um den Druckverlust zu überwinden und den Höhenunterschied zwischen Vor- und Rücklauf auszugleichen.
Arten der Warmwasserverteilung
Es werden zwei Verfahren unterschieden:
- Einfache Verteilung (ohne Zirkulation): Ein Rohr führt vom Tank oder Wärmetauscher direkt zu den Verbrauchern. Geeignet für Leitungswege unter 15 m (linear, horizontal und vertikal).
- Zirkulationssystem: Ein geschlossener Kreislauf mit einer „Vorlaufleitung“ zu den Verbrauchern und einer „Rücklaufleitung“ zurück zum Speicher. Erforderlich bei Leitungswegen über 15 m.
Fließarten im geschlossenen Warmwasserkreislauf
- Natürlicher Umlauf: Thermosyphon-Prinzip (Schwerkraft).
- Zwangsumlauf: Einsatz einer Umwälzpumpe.
Merkmale von Warmwasserspeichern
Vor der Auswahl sind folgende Punkte zu prüfen:
- Material des Speichertanks
- Material der Heizschlange (bei Kupferrohren auf Emaillierung achten)
- Speichervolumen
- Wärmetauscherfläche
- Vorhandensein eines Sicherheitsventils
Methoden der Warmwasserbereitung
- Soforterwärmung:
- Atmosphärische Gasbrenner
- Elektrische Durchlauferhitzer
- Speichersysteme:
- Elektrische Widerstandsheizung
- Gasbefeuerte Speicher
- Sonnenkollektoren
- Wärmepumpen (Luft-Wasser-Systeme)
- Kohlebefeuerte Systeme
- Kombinierte Systeme: Heizung und Warmwasserbereitung.
Bevorzugte Installationsreihenfolge:
- Gasbrenner (Durchlauf)
- Elektrische Speicher
- Gasspeicher
- Sonnenkollektoren
- Wärmepumpen
- Elektrische Durchlauferhitzer