Lexikalische Felder, Semantik und Wortbildung im Englischen

Eingeordnet in Lehre und Ausbildung

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 4,38 KB

1. Das Wort als sprachliches Zeichen

Saussures Zeichentheorie: Wir können das Wort als die minimalste sprachliche Einheit betrachten, die in der Kommunikation eine Rolle spielt. Das Wort kann in verschiedenen Aspekten analysiert werden:

  • eine orthografische Entität
  • eine phonologische Entität
  • eine morphologische Entität
  • eine grammatische Entität
  • eine semantische Entität

2. Lexikalische und semantische Felder im Englischen

Die Gruppierung von Wörtern in Feldern kann ein nützliches Instrument beim Vokabellernen sein. "Lexis" ist ein technischer Begriff für Wortschatz. Um diesen zu organisieren, können verschiedene Kriterien angewendet werden, wodurch das entsteht, was wir semantische Felder nennen.

Ein semantisches Feld ist ein Bedeutungsbereich, der sich von anderen innerhalb einer Sprache abgrenzen lässt. Die Theorie der semantischen Felder wurde erstmals vom Linguisten Trier vorgestellt; ihr liegt das Konzept einer "begrifflichen Sphäre" zugrunde. Bei der Organisation semantischer oder lexikalischer Felder spielen auch persönliche Erfahrungen und soziokulturelle Werte eine Rolle. Die Theorie wurde jedoch kritisiert, weil sie vor allem paradigmatische Beziehungen zwischen Wörtern betrachtet und syntagmatische Beziehungen vernachlässigt.

2.1 Semantische Beziehungen zwischen Wörtern

A) Homonyme

Ein Homonym ist ein einzelnes Wort, das mehrere Bedeutungen hat, die nicht eng miteinander verwandt sind. Homonymie steht im Gegensatz zu Polysemie, bei der ein Wort unterschiedliche, aber eng verwandte Bedeutungen besitzt.

Unterteilungen:

  • Homophone: Wörter, die gleich ausgesprochen werden, aber unterschiedlich geschrieben sind (z. B. "sea" und "see" im Englischen).
  • Homographen: Wörter, die gleich geschrieben sind, aber unterschiedliche Bedeutungen (und manchmal unterschiedliche Aussprachen) haben (z. B. "lead" als Verb vs. "lead" als Metallbezeichnung).

B) Synonyme

Synonymie ist die semantische Beziehung, bei der dieselbe oder eine sehr ähnliche Bedeutung durch verschiedene Formen ausgedrückt wird. Streng genommen sind zwei Wörter nur dann echte Synonyme, wenn sie in allen Kontexten austauschbar sind.

Die Wahl eines Wortes statt seines Synonyms hängt ab von:

  • dialektalen Unterschieden der Sprecher
  • dem Register (formell vs. informell)
  • sprachlichen Einschränkungen (z. B. Kollokationen)
  • Konnotationen und stilistischen Nuancen

C) Antonyme

Antonymie bezeichnet ein Verhältnis der Gegensätzlichkeit oder Nicht-Äquivalenz in der Bedeutung; zwei Begriffe stehen einander gegenüber oder sind unvereinbar in ihrer Bedeutung.

Es gibt drei Haupttypen von Antonymen:

  • Komplementäre Antonyme: Echte Gegensätze; die Verneinung des einen impliziert typischerweise das Vorliegen des anderen (z. B. "lebendig" vs. "tot").
  • Graduierbare (gradable) Antonyme: Adjektive, die Qualitäten auf einer Skala ausdrücken (z. B. "heiß" vs. "kalt").
  • Konverse (konversive) Antonyme: Paarbegriffe, bei denen die Beziehung auf Gegenseitigkeit beruht (z. B. "kaufen" vs. "verkaufen").

2.2 Lexikalische Kreativität

Neue Konzepte werden täglich eingeführt. Lexikalische Kreativität wird typischerweise durch drei Mechanismen erreicht:

  1. Wortbildung (Word-Formation): Neologismen oder neue lexikalische Einheiten entstehen zur Befriedigung menschlicher Bedürfnisse (z. B. durch Derivation, Zusammensetzungen).
  2. Umwandlung (Conversion): Eine Wortklasse wird in eine andere überführt, ohne dass Affixe hinzugefügt werden (z. B. Substantiv zu Verb).
  3. Semantische Übertragung: Bedeutungsänderungen, etwa durch Metapher oder Metonymie, wobei ein lexikalisches Element eine neue, "ähnliche" Bedeutung annimmt.

3. Erforderliches Lexikon

Erforderliches Lexikon für Sozialisation, Informations- und Meinungsfreiheit von Haltungen

4. Activity-Typologie

Bezug auf den Unterricht und das Erlernen von Lexikon im Fremdsprachenunterricht

4.1 Allgemeine Richtlinien

4.2 Stufen

4.3 Vocabulary-Aktivitäten

4.4 Falsche Freunde

5. Fazit

6. Literatur

Verwandte Einträge: