Linguistische Mechanismen: Syntax, Kohäsion und Übersetzung

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Satzverbindung und Satzstruktur

Formen der Satzverbindung

  • Asyndeton (Gegenüberstellung): Die Verbindung von Satzteilen oder Sätzen ohne Konjunktionen (z. B. Komma).
  • Parataxe (Nebenordnung): Die Vereinigung von zwei Hauptsätzen ohne hierarchische Beziehung zwischen ihnen. Dies umfasst Koordination und die Verknüpfung von Sätzen, wobei die Beziehung am Anfang, in der Mitte oder am Ende des zweiten Satzes liegen kann.
  • Hypotaxe (Unterordnung): Die Vereinigung von zwei Sätzen, die hierarchisch miteinander in Beziehung stehen (Hauptsatz und Nebensatz).

Pseudo-Koordination (Greenbaum und Quirk 1997)

Koordinierende Konjunktionen nehmen hier einen idiomatischen Sinn an, der Folgendes ausdrücken kann:

  • Intensivierung
  • Zunehmendes Maß
  • Fortsetzung oder Wiederholung
  • Verschiedene Klassen (identische koordinierende Elemente)
  • Menge

Kohäsion II: Lexikalische Mechanismen

A. Iteration (Wiederholung)

Die Wiederholung von Elementen, wobei strukturelle Veränderungen möglich sind. Dazu gehören:

  • Synonymie
  • Hyponymie (Unterbegriff)
  • Die Verwendung eines allgemeinen Wortes (Oberbegriff)

B. Semantische Zusammenhänge zwischen Wörtern

  1. Opposition der Bedeutung (Antonymie)

    [Klassifizierung nach Lyons, Einführung in die theoretische Linguistik]

    • Komplementäre Antonyme: männlich / weiblich; ledig / verheiratet / verwitwet / getrennt.
    • Inverse Antonyme: kaufen / verkaufen; Ehegatten.
    • Graduelle Antonyme: hoch / niedrig; gut / schlecht.
  2. Wortpaare, die zur selben Serie gehören

    Beispiele: Montag / Mittwoch; Euro / Cent.

  3. Wortpaare, die zu einer ungeordneten Menge gehören

    • Teil-Ganzes-Beziehungen: Bremse / Antrieb.
    • Teil-Teil-Beziehungen: Bremsen / Reifen.
    • Kohyponymie: Hyponyme, die unter demselben Oberbegriff stehen. Zum Beispiel sind Scharlach und Purpur Kohyponyme von Rot, und Rot und Grün sind Kohyponyme von Farbe.
  4. Tatsächliche Koinzidenzen oder Kollokationen

    Assoziationen basierend auf der historischen Häufigkeit des gemeinsamen Auftretens.

    • Beispiele: strenger Winter; starker Regen.

Akzent, Thema und Rhema (Informationsstruktur)

Der Akzent und das Thema-Rhema-Verhältnis bleiben bestehen.

  • Im Englischen: Wenn der Kern des Rhemas am Ende des Satzes steht, ist Destressing (Deakzentuierung) der Topic-Information möglich. Die Topic-Information wird deakzentuiert und syntaktisch ausgelagert.
  • Im Katalanischen: Wenn der Kern des Rhemas am Ende des Satzes steht, ist Destressing der Topic-Information nicht möglich. Die Topic-Information wird im Kern des Rhemas thematisch deakzentuiert/syntaktisch ausgelagert.

Definition Rhema

Das Rhema identifiziert die Teile des propositionalen Sinns, die der Sender als wirklich informativ für den Empfänger ansieht.

Verfahren der Übersetzung

  • Entlehnung (mit oder ohne Einbürgerung)
  • Lexikalische Neuschöpfung (Neologie)
  • Kalk (Lehnübersetzung)
  • Definition
  • Substitution (durch ein funktionales Äquivalent)
  • Vorgabe (Implizierung)
  • Nachtrag von Information

Wortstellung: Englisch vs. Katalanisch

  • Die Satzstellung im Englischen ist typischerweise Subjekt-Verb (SV).
  • Im Katalanischen tendiert die Satzstellung zu Verb-Subjekt (VS), zumindest wenn das Subjekt rhematischen Charakter hat.
  • Im Englischen ist die Reihenfolge in der Nominalphrase Adjektiv + Nomen (Modifikator + Kern).
  • Im Katalanischen ist die Reihenfolge umgekehrt: Nomen + Adjektiv (Kern + Modifikator).

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