Linguistische Phänomene: Substantive, Pronomen und Adjektive

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Substantive: Formen, Bedeutung und Klassifikation

Spezielle Bezeichnungen und semantische Phänomene

  • Antroponyme (Eigennamen): Azorín, Picasso, Cervantes, Hitler.
  • Semantische Änderung (Par excellence): Zu einem Don Juan, ein Judas, ein Quixote.
  • Diminutive: Isa, Reihe, Papagei.
  • Ortsnamen: Paris, Mailand, Kanada.
  • Metonymie: Ein Azorín, ein Picasso, ein Cervantes.

Genus und Flexion

  • Genusflexion (Männlich/Weiblich): Männliche Spinne, weibliche Spinne.
  • Ambigua (Zweideutige): Das Meer, der Zucker, die Mitgift/Aussteuer.
  • Heteronyme: Carnero-Oveja (Widder-Schaf), Hombre-Mujer (Mann-Frau), der/die Mediziner.
  • Genusdifferenzierung durch Artikel: Der/die Gastgeber, der/die Sammler, der/die Zeuge.
  • Bedeutungswandel/Homonymie: Die Kur (Heilung), das Huhn (Tier), Cholera (Die Wut).

Kollektiva und Numerus

  • Kollektiva (Pluralfähig): Armee, Schwarm, Robledo (Eichenhain), Herde.
  • Kollektiva (Singularisch): Publikum, Menschheit, Auditorium.
  • Singularia Tantum: Christentum, Wiedergeburt, Osten, Westen, Chaos.
  • Pluralia Tantum: Sitten, Lebensmittel, Gebühren, Außen.
  • Verbale Formen (Materiell): Devers, Habers, Gang.

Pronomen: Definition und spezielle Formen

Pronomen werden verwendet, um sich auf Personen oder Gegenstände zu beziehen, ohne auf ein Nomen zurückzugreifen.

Spezifische Phänomene (Spanische Grammatik)

  • Leísmo: Verwendung von „le“ anstelle von „lo/la“ (Akkusativobjekt/CD).
  • Laísmo: Verwendung von „la/las“ anstelle von „le“ (Dativobjekt/CI).
  • Loísmo: Verwendung von „lo/los“ anstelle von „le“ (Dativobjekt/CI).
  • Vos: Verwendung von „vos“ anstelle von „tú“ (Lateinamerika).

Relativpronomen

Pronomen mit doppelter Funktion: Sie dienen als Pronomen und als Konnektoren zur Einführung eines Nebensatzes oder eines Relativadjektivs.

  • Beispiele: Das, was / welche, die / den, die / deren.

Determinanten und Adjektive

Possessivpronomen (Besitzanzeigende)

  • Vollformen: Mein(e), dein(e), ihr(e), unser(e), euer(e), sein(e).
  • Kurzformen (Apokopiert): Mein, dein, ihr.
  • Funktion: Können als Kerndeterminanten der Nominalphrase oder als Pronomen fungieren.

Demonstrativpronomen

Dienen zur Erstellung eines Gefühls der Distanz vom Sprecher (Ablante).

  • Beispiele: Dieser, diese, jenes.

Indefinitpronomen (Unbestimmte)

  • Identifikation: Ein anderer, selbst, ein.
  • Quantitativ: Nichts, etwas, viel, lang.
  • Einheiten: So, aber weniger.
  • Existenziell: Einige, keine.

Zahlwörter (Numerale)

  • Kardinalzahlen: Zweihundert...
  • Ordinalzahlen: Erste, zweite...
  • Partitivzahlen: Mittel, zwölftel...
  • Multiplikativzahlen: Doppel-, dreifach...
  • Distributivzahlen: Zugeordnet zu jeder Person oder Sache (z.B. doppelt).
  • Beide: Beide, sowohl.

Artikel und Interrogativa

  • Artikel: Steht immer vor einem Substantiv oder einer materiellen Phrase (el-la, die-las).
  • Interrogativa (Fragepronomen): Was, wer, wo, wie, wann.

Das Adjektiv

Das Adjektiv ist eine Wortart, deren Hauptfunktion es ist, den Kern der Nominalphrase zu ergänzen und dessen Qualität auszudrücken. Dies kann direkt oder durch Ergänzung eines Verbs erfolgen.

Funktionen des Adjektivs

  • Erklärend (Qualifizierend): Kann weggelassen werden, ohne den Sinn des Satzes zu verlieren.
  • Spezifizierend (Angabe): Definiert und konkretisiert die inhaltliche Bedeutung des Kerns.

Steigerung und Modifikation

  • Durch Adverbien: Nichts, was sehr...
  • Durch Präfix oder Suffix: Re-, -isim (z.B. re-gut, -ist).
  • Vergleich (Komparativ): Mehr... als.
  • Superlativ: Die meisten.

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