Literatur des 18. Jahrhunderts: Journalismus und Roman
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The Age of Reason: Journalismus
Richard Steele
Richard Steele wurde in Dublin geboren und studierte an der Universität Oxford, schloss sein Studium jedoch nicht ab. Er trat in die Armee ein und zeichnete sich durch eine impulsive, moralische und informelle Persönlichkeit aus. Sein Schreibstil war intim und locker. Seine bedeutendste Rolle spielte er beim Tatler. Zu seinen Werken zählen The Christian Hero, The Funeral sowie weitere Komödien. Zudem war er an der Zeitschrift The Guardian beteiligt.
Joseph Addison
Joseph Addison war ein prominenter Altphilologe in Oxford. Er galt als zurückhaltende und vernünftige Persönlichkeit. Nach Reisen auf dem Kontinent verfolgte er eine politische Karriere, unter anderem als Staatssekretär und Ministerpräsident bis zu seinem Tod. Er war ein enger Freund von Jonathan Swift. Zu seinen Werken gehören Komödien, lateinische Gedichte, Essays über John Milton sowie Schriften zu Literatur, Politik und Philosophie. Er gab zudem das Journal The Freeholder heraus.
Der Aufstieg des Romans
Daniel Defoe
Daniel Defoe wurde in London geboren und gilt als Pionier des englischen Romans. Er begann erst spät, im Alter von 59 Jahren, mit dem Schreiben. Defoe war als Geschäftsmann, Politiker und Spion tätig, unter anderem im Zusammenhang mit dem Act of Union. Er verfasste Streitschriften, Biografien, historische Werke und Reiseberichte. Zudem gründete er die Zeitung The Review. In seinen Werken nutzte er häufig die Ich-Erzählform, wobei er den Stil des Journalismus oder konfessioneller Memoiren imitierte. Er beschrieb den Alltag in England ähnlich detailliert wie die Gemälde von William Hogarth. Bekannte Werke sind Robinson Crusoe und The Life, Adventures and Piracies of the Famous Captain Singleton.
Henry Fielding
Henry Fielding wurde in eine aristokratische Familie geboren und studierte Rechtswissenschaften in Eton und London. Er war als Dramatiker, Richter, Journalist und Romancier tätig. In seinen frühen Jahren schrieb er politische Satiren gegen die Regierung. Fielding beherrschte das komische Heldengedicht und die Ironie. Seine Grundprinzipien waren Ehre und moralisches Verhalten, die nicht an eine soziale Klasse gebunden waren; er stellte sich konsequent gegen gesellschaftliche Konventionen. Sein Stil war elegant und geprägt von psychologischem Realismus, mit dem er soziale Korruption und Heuchelei kritisierte. Er besaß einen ausgeprägten Sinn für Symmetrie, nutzte idiomatische Sprache und Dialoge und galt als Experte für literarische Parodie. Zu seinen Werken zählen zahlreiche Komödien, die Romane Joseph Andrews und Tom Jones sowie das Journal of a Voyage to Lisbon.
Laurence Sterne
(Inhalt folgt)