Die Literatur des Barock: Merkmale, Stile und Autoren

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Die Literatur des Barock

Die Literatur des Barock ist geprägt von einem pessimistischen Weltbild, Sorgen um moralische Standards, der Vergänglichkeit des Lebens und der Allgegenwart des Todes. Enttäuschung und häufige Naturkontraste spiegeln die Realität wider. Barocke Schriftsteller strebten mit Eifer nach Originalität und überraschenden Effekten.

Stilistische Merkmale

Es wird ein komplexer Stil verwendet, der eine Fülle rhetorischer Ressourcen nutzt. In der literarischen Sprache ergeben sich zwei Hauptströmungen:

  • Culteranismo: Sucht nach formaler Schönheit und der Schaffung einer künstlichen Sprache.
  • Conceptismo: Basiert auf Einfallsreichtum, Ironie, Paradox und Karikatur.

Der Barock als künstlerische Epoche

Die Vision des Barock ist pessimistisch, skeptisch und von einer desillusionierten Realität gekennzeichnet. Negative historische Umstände wie Krisen, Rezession und soziale Unruhen führten zum Niedergang der Ideen des vorangegangenen Jahrhunderts. Die Barockkunst zeichnet sich durch Opulenz und Brillanz aus. Künstler verließen das formale Gleichgewicht der Renaissance und suchten nach Überraschung und Originalität, wobei sie einen Stil schufen, der auf Dynamik, Kontrast und Künstlichkeit basiert.

Themen des Barock

Die Themen spiegeln den Pessimismus der Zeit wider: Die Dinge erscheinen oft täuschend, das Leben ist flüchtig und führt unweigerlich zum Tod. Jugendträume werden als unwirklich entlarvt.

Die barocke Lyrik

Die barocke Poesie ist eine Übersteigerung der Renaissance und eine Weiterentwicklung ihrer Formen. Gattungen und Metriken (wie Octosílabos und Villancicos) wurden beibehalten und die Romantik bereichert. Wichtige Vertreter sind:

  • Luis de Góngora (1561–1627): Bekannt für seine Fábula de Polifemo y Galatea und die Soledades. Er nutzte sowohl populäre Formen (Romanzen, Letrillas) als auch hochkomplexe, kultivierte Sprache.
  • Lope de Vega
  • Francisco de Quevedo

Barocke Prosa

Die Prosa des Barock nutzt Satire und Karikatur zur Gesellschaftskritik. Der bevorzugte Stil ist der Conceptismo mit seiner expressiven Konzentration und Wortspielen. Herausragende Autoren sind Quevedo und Baltasar Gracián.

Die Produktion des Schelmenromans stieg an, etwa durch den Guzmán de Alfarache von Mateo Alemán oder Quevedos El Buscón. Ein weiteres bedeutendes Werk ist El Criticón von Baltasar Gracián, ein allegorischer Roman mit pessimistischer Vision, der in seiner Bedeutung nur mit dem Don Quijote vergleichbar ist.

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