Literatur in Extremadura: Von der Nachkriegszeit bis heute

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Die Entwicklung der Literatur in Extremadura

Álvarez Lencero unterstreicht sein Engagement für die Benachteiligten in seinen lyrischen Versen mit Deutlichkeit und einer gewissen Transzendenz. In dieser Nachkriegszeit sollte zudem ein Dichter von nationaler Bedeutung erwähnt werden, der sein Werk fernab von Extremadura entwickelte: José María Valverde (1926–1996). Obwohl es schwierig ist, einen Dichter zu klassifizieren, beziehen sich einige aufgrund der Natur seines Werks auf die katholischen Dichter der Generation von 36 (Rosales, Panero, Vivanco) – nicht nur wegen ihrer aufrichtigen religiösen Haltung, die in Mensch und Gott (1945) deutlich wird, sondern auch durch die friedliche Lyrik.

Die letzten Jahre der Diktatur entsprechen dem Schaffen und den Premieren eines Autors, der als Schlüsselfigur in der Geschichte des zeitgenössischen spanischen Theaters anerkannt ist: Manuel Martínez Mediero (Badajoz, 1939). Seine Werke stehen im Zusammenhang mit Bewegungen des Alternativ- und Avantgarde-Theaters. Mit ihrer sozialen und politischen Kritik erregten sie am Ende der Diktatur und während des Übergangs zur Demokratie große Kontroversen. Als seine wichtigsten Werke können wir Las hermanas de Búfalo Bill (Die Schwestern von Buffalo Bill) und El bebé furioso (Das wütende Baby) zitieren.

Ende der Übergangsphase und Nachkriegszeit

Zwei Strömungen prägten Extremadura vor allem in den siebziger Jahren: sozialer Realismus und Experimentierfreudigkeit. Beispiele für diese Trends sind der Schriftsteller Antonio José Gabriel y Galán (1940–1993), dessen Stil in Wagner mit dem Realismus der fünfziger Jahre verbunden ist, sowie der Schriftsteller und Dramatiker Jesús Alviz (1946–1998). In seinen Romanen, wie etwa Ich habe geliebt, setzt er auf experimentelle und riskante Wetten, die das Individuum und nicht die Gruppe oder Gesellschaft in den Vordergrund stellen.

Anfang der achtziger Jahre tritt der Dramatiker Miguel Murillo (1953) in Erscheinung. Seine Werke üben Kritik an der sozialen Realität des Alltags, wie in Die Kirchenbank, oder bestechen durch eine starke poetische Note wie in Parfüms und Mimosen.

Die letzten Generationen

Dieser Zeitraum ist noch offen und wird eher durch das Auftauchen neuer Namen als durch verschiedene ästhetische Vorschläge definiert. Wir haben Beispiele für zwei sehr erfolgreiche Autoren in der Literatur:

  • Javier Cercas: In seinem Roman Soldaten von Salamis nutzt er die Vermischung der Genres (Roman, Journalismus, Essay).
  • Jesús Sánchez Adalid (1962): Er verhalf dem historischen Roman aus Extremadura mit Werken wie Die Mozaraber zu nationalem Erfolg.

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