Literatur des Goldenen Zeitalters: Renaissance und Barock
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Literatur T-3: Das Goldene Zeitalter
Das 16. (Renaissance) und 17. Jahrhundert (Barock) gelten als das Goldene Zeitalter der spanischen Kunst und Literatur.
Die Renaissance
Die Renaissance war eine kulturelle Bewegung, die die klassische griechisch-römische Kultur wiederbelebte. Durch die Ideen des Humanismus brachte sie einen tiefgreifenden Wandel in der Weltsicht. Sie entstand im 14. und 15. Jahrhundert in Italien und erreichte ihren Höhepunkt in Europa während des 16. Jahrhunderts.
Die Renaissance-Poesie
Die Lyrik erlebte eine Erneuerung der Themen und metrischen Formen. Der Dichter Garcilaso de la Vega führte Heptasyllaben und Endekasyllaben sowie Strophenformen wie das Sonett (und die Lyra) ein.
- Themen: Natur, Liebe, Mythologie
- Stil: Eigenschaften des Petrarkismus
Die Renaissance-Erzählung
Mit dem Lazarillo de Tormes begann der Schelmenroman. Neben idealistischen Erzählungen entwickelte sich im 16. Jahrhundert eine realistische Erzählweise, die die Wirklichkeit glaubwürdig und kritisch darstellte.
Lazarillo de Tormes
Die Veröffentlichung der Vida de Lazarillo de Tormes y de sus fortunas y adversidades zeigt die gesellschaftliche Realität von Armut, Hunger und Ausgrenzung sowie die religiösen Werte und die moralische Kraft der Epoche. Der Roman hat die formale Struktur eines autobiografischen Briefes, einen klaren Anti-Helden und zeigt eine psychologische Entwicklung.
Die Geschichte besteht aus einem Prolog und sieben Kapiteln: In drei Kapiteln dient er Kindern, in den letzten vier dem Priester von San Salvador. Die Sprache ist einfach, direkt und spontan, geprägt von Humor und Ironie. Der Lazarillo gilt heute als der erste moderne Roman.
El Quijote: Der moderne Roman
Miguel de Cervantes schuf mit dem Don Quijote einen großen modernen Roman als Kritik an den Ritterromanen. Er schrieb eine Karikatur und ein Buch mit Charakteren, die eine psychologische Entwicklung durchlaufen.
- Don Quijote: Repräsentiert den Idealisten.
- Stil: Natürliche und direkte Sprache, geprägt von Realismus und Plausibilität.
- Sprachliche Vielfalt: Verwendung von Sprichwörtern, Slang und verschiedenen Registern.
- Technik: Charakterisierung durch Porträts und ironische Dialoge.
- Interpretation: Die Haltung des Autors ermöglicht dem Leser eine freie Interpretation und eine persönliche Sicht auf die widersprüchlichen Umstände des Lebens.