Literatur des Mittelalters: Lyrik, Epos und Geschichte
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Lyrik im 15. Jahrhundert
Die Lyrik erfuhr in dieser Zeit eine Verfeinerung. Zentrale Themen waren Liebe, Gesellschaft, Tod, Lieder, Gedichte und das Decir. Bedeutende Autoren waren Jorge Manrique, Juan de Mena und der Marquis von Santillana.
Das Epos
Das Chanson de geste ist ein Epos in Versform, das das Leben einer berühmten Person im Kampf gegen kriegerische Risiken beschreibt.
Ursprung und Traditionen
- Herkunft: Französisch, arabisch, germanisch.
- Traditionelle Ausbildung: Basierend auf alten Gedichten.
- Individuelle Ausbildung: Gedichte eines spezifischen Autors.
- Neo-traditionelle Ausbildung: Überarbeitung früherer Gedichte.
Evolution und Zyklen
Entwicklung von Romanen, historischer Prosa und Ritterbüchern. Die Zyklen umfassen:
- Zyklus von Don Rodrigo
- Zyklus der Grafen von Kastilien
- Cid-Zyklus
- Karolingischer Zyklus
Merkmale und Metrik
Das Epos zeichnet sich durch Realismus und Tradition aus. Die Metrik ist unregelmäßig, mit Versen von 12 bis 16 Silben, die in Halbverse unterteilt sind. Es werden monorrime Assonanzreime, Beinamen und epische Formeln verwendet.
Cantar de Mio Cid
Das Cantar de Mio Cid ist das älteste kastilische Epos. Es ist anonym, besteht aus 3730 Versen und wurde erstmals 1779 veröffentlicht.
Themen und Struktur
Themen sind die Wiederherstellung der verlorenen Ehre sowie das Streben nach Macht, Reichtum und Gerechtigkeit. Die Struktur ist dreiteilig: Exil, Hochzeit und die Beleidigung von Rache.
Stil
Historischer Wert, Realismus, epischer Ton, Troubadour-Charakter und stilistische Einfachheit.
Das Mittelalter: Historischer Kontext
Das Mittelalter umfasst den Zeitraum vom 6. bis zum 15. Jahrhundert.
Soziale und historische Situation
Der Feudalismus basierte auf der Abhängigkeit zwischen Herren und Vasallen. Die Gesellschaft war in drei hierarchische Schichten unterteilt (Privilegierte und Unterprivilegierte). Die historische Situation unterteilt sich in das Hoch- und Spätmittelalter.
Kulturelle Situation
Auf der Halbinsel koexistierten drei Kulturen: die andalusische, die jüdische und die christliche.
Lyrik des Mittelalters
Volkslyrik
Entwickelt aus dem Bedürfnis der Menschen, Freude und Trauer bei Ereignissen wie Hochzeiten, Todesfällen oder dem Frühling auszudrücken.
Theorie der Lyrik
- Galicisch-portugiesische Lyrik: Cantigas de amigo, Liebes- und Spottlieder.
- Mozarabische Lyrik: In Arabisch und Hebräisch verfasste Moaxajas und Jarchas.
- Kastilische Volkslyrik: Anonyme, traditionelle Lieder wie Mai-Lieder, Hochzeitslieder, Albadas, Morgenlieder und Arbeitslieder.
Lyrik des 13. und 14. Jahrhunderts
Mester de Juglaría (Minnesang)
Anonyme, mündliche Überlieferung. Die Juglares (Spielleute) unterhielten und informierten das Volk. Merkmale: Realismus, mündliche Verbreitung, Epen, Liebesgedichte, unregelmäßige Metrik, Assonanzreim und einfache Mittel.
Mester de Clerecía (Klerikerdichtung)
Religiöser Charakter, Autoren waren gebildet (Lateinkenntnisse). Ziel war die Indoktrinierung. Merkmale: Schriftliche Verbreitung, religiöse Themen, Alexandriner-Vierzeiler, komplexe Ressourcen wie Metaphern, Ironie und Allegorien.