Liturgie und die sieben Sakramente der Kirche

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Einführung in die Liturgie

Liturgie: Sie ist gleichbedeutend mit den spezifischen Riten einer Religion und nicht ausschließlich katholisch. Die Kirche definiert sie als: „Es ist die komplette Anbetung des ganzen mystischen Leibes Christi.“

Dazu gehören alle Handlungen, die einzeln oder gemeinsam in der Kirche durchgeführt werden (z. B. das Beten, das Kreuzzeichen usw.).

Der liturgische Zyklus

Liturgischer Zyklus: Die zeitliche Verteilung ist ordentlich gegliedert und sequenziert alle Feste der Kirche.

  • Es gibt drei mögliche Zyklen: A, B und C.
  • Diese basieren auf den synoptischen Evangelien: Lukas, Matthäus und Markus (eines pro Zyklus) sowie ergänzend das Evangelium nach Johannes.
  • Der liturgische Zyklus ist in zwei Hauptteile gegliedert.

Liturgischer Zyklus: Dies beschreibt die Systematisierung und Sequenzierung aller heiligen Aktivitäten.

Sakramente und Sakramentalien

Sakramentalien: Dies sind Symbole (z. B. das Kreuzzeichen). Es ist ein Aktionsplan, mit dem Gott sich den Menschen offenbart, die er gerettet hat, und an seinem Leben teilhaben lässt. Christus wird als das Sakrament des Vaters und die Kirche als das Sakrament Christi verstanden.

Sakrament: Ein Aktionsplan, mit dem Gott sich dem Menschen durch körperlich-seelische Vermittlungen offenbart, um seine Nähe zu zeigen. Der Ursprung liegt in der dreifachen Mission der Kirche: der prophetischen, priesterlichen und königlichen Mission.

Definition des Sakraments: Sichtbare und wirksame Zeichen der Gnade, die durch Jesus zur Heiligung der Seele eingesetzt wurden. Sie begleiten das gesamte persönliche und gemeinschaftliche Leben von der Geburt bis zum Tod.

Merkmale eines Sakraments

  • Zeichen: Eine Sache, die mich zu einer anderen Wirklichkeit führt (zur Gnade).
  • Sichtbar: Ein wahrnehmbares Material, das für die Sinne fassbar ist.
  • Wirksame Gnade: Die Gnade wird immer übertragen (unter bestimmten Bedingungen).
  • Eingesetzt durch Jesus: Begründet im Evangelium durch seine Handlungen während seines irdischen Lebens.
  • Heiligung: Das Heil und Glück der Menschen sowie die Begleitung im Glaubensleben.

Die Einteilung der Sakramente

1. Sakramente der christlichen Initiation

Diese Sakramente legen die Grundlagen des christlichen Lebens. Durch sie wird der Gläubige neu geboren, gestärkt und ernährt.

  • Taufe: Der neue Gläubige wird in Christus und die Kirche integriert, stirbt der Sünde und wird zum neuen Leben als Kind Gottes geboren.
  • Firmung: Das Sakrament der Reife und der vertieften Spiritualität.
  • Eucharistie: Das Sakrament der Fülle. Es ist der Höhepunkt der Eingliederung in die Kirche für die Getauften und Gefirmten.

2. Sakramente der Heilung

Diese dienen der Genesung der Seele und des Geistes, nicht zwingend einer körperlichen Heilung.

  • Versöhnung (Beichte): Vergebung der Sünden und Versöhnung des Sünders mit Gott.
  • Krankensalbung: Beruhigt und tröstet den durch Krankheit geschwächten Christen und reinigt ihn von den Folgen der Sünde.

3. Sakramente im Dienst der Gemeinschaft

Diese definieren den Lebensstand oder eine bestimmte Aufgabe innerhalb der Kirche.

  • Weihesakrament: Für diejenigen, die eine hierarchische Funktion (Lehre, Leitung und Heiligung) in der Kirche ausüben.
  • Ehe: Bietet geistlichen Beistand für Christen, die eine Familie gründen.

Struktur und Elemente der Sakramente

Die Kirche dient als sakramentale Einheit durch die sieben Sakramente. Diese sind Kanäle, durch die das Heilshandeln Christi fließt. Sie haben eine göttlich-menschliche Struktur, gebildet durch die Gnade des Geistes.

Die vier Grundelemente

  • Materie (Stoff): Das im Sakrament verwendete Element, z. B. Wasser (Taufe), Brot und Wein (Eucharistie) oder Öl (Firmung).
  • Form: Die rituellen Worte, z. B. „Ich taufe dich im Namen des Vaters...“.
  • Spender (Minister): Die Person, die das Sakrament vollzieht.
  • Empfänger (Subjekt): Die Person, die das Sakrament empfängt.

Beispiel: Die Taufe

  • Material: Natürliches Wasser. Die Anwendung erfolgt durch Eintauchen (Taufbecken), Besprengen oder Aufgießen (Infusion).
  • Form: „Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“
  • Empfänger: Jede ungetaufte Person. In der Antike waren es jene, die einwilligten; heute werden auch Kinder getauft, um sie von der Erbsünde zu befreien.
  • Spender: Bischof, Priester (Presbyter) oder Diakon. Im Notfall kann jeder taufen, sofern die Form gewahrt bleibt.

Häufige Fragen zur Liturgie und den Sakramenten

Wie viele Sakramente gibt es?

Es gibt sieben: Taufe, Firmung, Eucharistie, Buße (Versöhnung), Krankensalbung, Ehe und Weihe.

Was ist der sakramentale Charakter?

Ein geistiges „Siegel“, das bei der Taufe, der Firmung und der Weihe verliehen wird. Dieser Charakter ist dauerhaft und unwiderruflich; diese Sakramente empfängt man nur einmal im Leben.

Was ist der Mittelpunkt des Kirchenjahres?

Das Zentrum ist der Sonntag, der in der jährlichen Osterfeier seinen Höhepunkt findet. Die Funktion des liturgischen Jahres ist es, das gesamte Geheimnis Christi von der Menschwerdung bis zur Wiederkunft zu vergegenwärtigen.

Wer handelt in der Liturgie?

Es wirkt der „ganze Christus“ (Haupt und Leib). Christus als Hohepriester feiert die Liturgie gemeinsam mit seiner Kirche im Himmel und auf Erden.

Was sind die Früchte der Eucharistie?

Sie erneuert die Gnade der Taufe und Firmung, lässt uns in der Nächstenliebe wachsen, vergibt lässliche Sünden und bewahrt vor zukünftigen schweren Sünden.

Warum gibt es Sakramente der Heilung?

Christus, der Arzt der Seele und des Leibes, setzte sie ein, da das neue Leben durch die Sünde geschwächt werden oder verloren gehen kann. Die Versöhnung dient der Umkehr der Getauften, die sich von Gott entfremdet haben.

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