Löten, Kupferrohre, Lecksuche und Vakuum — Anleitung

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Weichlöten (Solder)

Weichlöten wird bei Temperaturen unter 500 °C, typischerweise zwischen 190 °C und 260 °C, durchgeführt. Die am häufigsten verwendeten Lote sind 50/50 Zinn/Blei und 95/5 Zinn/Antimon. Die Wärmequelle für diese Art des Lötens ist eine Butanlampe. Folgende Schritte sind üblich:

  1. Reinigen Sie die Verbindung.
  2. Auftragen des Flussmittels auf die männliche Verbindung.
  3. Einsetzen des Fittings in das Rohr.
  4. Erhitzen von Rohr und Lötzinn.
  5. Chemische Reinigung und die Bauteile sauber hinterlassen.

Hartlöten (Löten)

Hartlöten erfordert Temperaturen über 500 °C, abhängig vom verwendeten Lot. Als Zusatzwerkstoff werden Kupferlegierungen (Cu) mit einem Silberanteil von 0 % bis 60 % verwendet. Nach dem Schneiden und Entgraten sollten die folgenden Schritte ausgeführt werden:

  1. f) Reinigung der Verbindung.
  2. g) Einführen des Fittings in das Rohr.
  3. h) Erwärmen von Rohr und Lot sowie Aufbringen des Flussmittels.
  4. i) Chemische Reinigung und das Bauteil sauber hinterlassen.

Kupferrohre

Flexibel (Rollware): Nur für Kälte- und Klimaanlagen. Die Rohre werden in Rollen zu 15 Metern geliefert, sind versiegelt, getrocknet und gebrauchsfertig. Vorteil: Sie lassen sich leicht biegen (doblar tubos) oder mit einer Feder erweitern; sie sind jedoch nicht für die Verwendung mit bestimmten Zubehörteilen geeignet. Sie sind mit Außendurchmessern von 1/4" bis 7/8" gekennzeichnet.

Rigid (Starr): Für Kälte- und Klimaanlagen werden starre Rohre in Stäben zu 5 Metern geliefert, die Enden sind versiegelt und dehydriert. Die Außendurchmesser liegen typischerweise von 3/8" bis 3 5/8". Gewöhnlich sind ihre Dicken weichgeglüht. Für Installationsstandards in Wasser- und Heizungsanwendungen werden Stäbe in Längen von 5 bis 6,10 Metern geliefert. In diesem Fall werden die Rohre nach ihrem Innendurchmesser in Millimetern bezeichnet (z. B. 15 mm, 18 mm, 20 mm ...).

Techniken zur Rohrerweiterung

Die Expansion ist das Vereinen von zwei Stück Kupferrohr gleichen Durchmessers, wobei das Ende eines Stücks ausgedehnt und mit einem anderen durch eine Verbindung mit Weichlot verbunden wird. Übliche Techniken:

  • Mittels eines Werkzeugs und Hammerschlägen (martillo).
  • Mittels hebelartigem Expander (palanca).
  • Mittels eines speziellen Expansionswerkzeugs (Toolkit).

Lecksuche

Das beste Verfahren zur Dichtheitsprüfung ist das konstante und stabilisierte Drücken mit einem Druck, der sich durch Temperaturschwankungen nicht nennenswert ändert. Stickstoff wird für diese Druckprüfung verwendet. Es darf jedoch auch eine kleine Menge Kältemittel (z. B. 0,70 kg/cm²) geladen werden und anschließend Stickstoff hinzugefügt werden, um einen Gesamtdruck von etwa 10,5 kg/cm² zu erreichen. Diese geringe Menge Kältemittel, die entweicht, ist ausreichend, um Lecks an Bauteilen nachzuweisen.

Vakuumtheorie

„Leer“ bedeutet, das System unter atmosphärischen Druck zu einem niedrigeren Druck zu bringen. Der atmosphärische Druck beträgt etwa 1 kg/cm² ≈ 760 mm Hg ≈ 29,92 in Hg und entspricht einer Wassersäule von etwa 10 m bei Meeresspiegel und 21 °C. Um ein Vakuum im Kühlsystem zu erzeugen, muss der Druck nahezu auf 0 kg/cm² absolut reduziert werden (relativer Unterdruck von −1 kg/cm² bezogen auf die Atmosphäre). Ein perfektes Vakuum ist theoretisch das vollständige Entfernen der Atmosphäre; praktisch ist dies nicht erreichbar. Vakuummeter messen niedrigen Druck meist in Zoll Quecksilbersäule (in Hg) und zeigen Werte relativ zur Atmosphäre an.

Sammelgerät / Funktionen

Hauptfunktionen eines Sammelgeräts (Manometersatz):

  1. Messung Überdruck / Niederdruck (geschlossen).
  2. Befüllung mit Kältemittel: Flüssigbefüllung sowie hohe/niedrige Gasfüllung (offen/geschlossen entsprechend).
  3. Vakuumpumpe (Pumpen, Hoch- und Niederdruck frei).

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