Lucas DPC Diesel-Einspritzpumpe: Aufbau und Komponenten
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Funktionsweise der Lucas DPC Diesel-Einspritzpumpe
Lucas Pumpe DPC: Die Transfer-Dieselpumpe leitet den Kraftstoff in die Pumpe ein, wo ein Druckregelventil die Rotorjustierung übernimmt. Der Rotor empfängt und verteilt den Brennstoff; er besteht aus zwei Kolben, die auf der Höhe des Nockenrings gleiten. Die Kraftstoffmenge ist abhängig von der Position des Dosierventils, das durch die Drosselklappe und den Regler betätigt wird.
Transferdruck und Druckregelung
Druckübertragung: Die Pumpe saugt den Kraftstoff an und leitet ihn zum Pumpelement weiter. Die Transferpumpe erzeugt dabei den notwendigen Druck für die Kraftstoffübertragung.
Druckregelventil: Dieses Bauteil reguliert den Druck und ermöglicht die Entlüftung des Kreislaufs. Es besteht aus einem Kolben und einer Regelfeder, die durch einen Schraubverschluss fixiert und eingestellt wird.
Dosierung, Verteilung und Regelung
Dosierung, Pumpen und Verteilung: Diese Funktionen werden vom hydraulischen Kopf ausgeführt. Dieser besteht aus dem Gehäuse, dem Rotor und einem Dosierventil, welches den Durchfluss zu den Kolben steuert.
Regler: Der Regler besteht aus Fliehgewichten, die auf einem Träger fest mit der Antriebswelle verbunden sind.
Spritzversteller und Überlastfunktion
Variabler Spritzversteller: Dieser wirkt auf den Nockenring und besteht aus einem Kolben, der in einer Laufbuchse sitzt und über einen Kugelbolzen mit dem Nockenring verbunden ist. Zwei Federn steuern die Bewegung des Kolbens, wenn dieser dem Transferdruck ausgesetzt wird.
Überlast (Startmenge): Die Fördermenge wird bei den ersten Umdrehungen des Motors erhöht, um den Startvorgang zu erleichtern. Bei ausgeschaltetem Motor drücken Federn die Gleitschuhe nach außen, wodurch sich der Hub der Kolben vergrößert. Sobald der Motor läuft, lässt ein Ventil den Druck auf die Kolben steigen, sodass die Gleitschuhe wieder in ihre normale Position zurückkehren.
Spezielle Anpassungen und Kaltstart
Spritzbeginn bei leichter Belastung: Diese Funktion passt den Spritzbeginn an, wenn der Motor im Leerlauf läuft. Dieser Teil der Einspritzvorrichtung besteht aus einem Druckkolben und einem Drosselventil. Der Kolben ist dem Innendruck und dem Transferdruck ausgesetzt, was zu einer geringfügigen Anpassung des Einspritzzeitpunkts führt.
Elektromagnetischer Kaltstartbeschleuniger: Um die Abgasbildung bei kaltem Motor zu reduzieren, wird der Einspritzbeginn vorverlegt. Ein Elektromagnet betätigt eine Stange, die Kontakt zum Kolben für den Kaltstart-Vorschub hat. In der Kaltphase wird der Elektromagnet mit Strom versorgt und bewegt den Nockenring in die entsprechende Position für den Spritzvorlauf.
Ladedruckanpassung und Abstellung
Ladedruckabhängiger Vollastanschlag (LDA): Dieser passt die Einspritzmenge in Abhängigkeit vom Turbodruck an. Er besteht aus einem Kolben mit einer Membran, die vom Ladedruck beaufschlagt wird. Die Vorrichtung ist so montiert, dass sie die Druckdifferenz zwischen dem Ventil und der Überlastsicherung ausgleicht.
Elektrische Abstellvorrichtung (ELAB): Diese ist in den Hydraulikkopf eingeschraubt und befindet sich im Kanal, der das Dosierventil mit Kraftstoff versorgt.