Lyrik der Renaissance im 16. Jahrhundert
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Literatur der Renaissance im 16. Jahrhundert
Die Lyrik der Renaissance
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts koexistieren drei Hauptströmungen in der Lyrik:
Strömungen der Lyrik
- Liederbuchpoesie: Charakterisiert durch kultistisch-konzeptistische Tonalität und überwiegend achtsilbiges Versmaß.
- Traditionelle Poesie: Romanzen und lyrische Lieder, die große Verbreitung in der Bevölkerung fanden.
- Italienische Lyrik: Das petrarkistische Modell wird zum repräsentativen Vorbild der Renaissance-Lyrik.
Form und Metrik
Das Endecasilabo (Elfsilber) ersetzt das achtsilbige Versmaß. Es werden neue Strophenformen kultiviert, wie das Sonett und die Terzinen (tercetos encadenados).
Zentrale Themen
Die repräsentativsten Themen sind Liebe, Natur und Mythologie.
Die Liebe: Sie veredelt den Verliebten, da die Dame als überirdisch perfekt dargestellt wird. Auch unerwiderte Liebe erzeugt Unzufriedenheit und Melancholie. Das Gedicht drückt Gefühle von Ehre und Traurigkeit aus.
Die Natur: Sie ist das Symbol des einfachen, idealen Lebens. Sie wird entweder als freundliche Umgebung oder als Spiegel des Seelenzustandes des Dichters genutzt.
Mythologische Themen: Sie spiegeln die Bewunderung für die griechisch-lateinische Kultur wider. Gebildete Menschen jener Zeit waren mit den mythologischen Figuren, Geschichten und Symbolen vertraut.
Garcilaso de la Vega
Garcilaso de la Vega ist der repräsentativste Dichter des Renaissance-Geistes und öffnet die Tür zum Petrarkismus. Sein kurzes Werk zeichnet sich durch eine neue, intime Empfindsamkeit aus, welche die Analyse der Gefühle des Dichters zum Ausdruck bringt.
Das Werk
Garcilasos Werk ist überschaubar. Hervorzuheben sind die Sonette und die drei Eklogen (Églogas).
Die Eklogen (Églogas)
Ekloge I: Sie wird am meisten geschätzt. Die beiden Hirten Salicio und Nemoroso drücken ihre Klagen in einer lieblichen und idyllischen Landschaft aus. Salicio beklagt die unerwiderte Liebe, während Nemoroso um den Tod seiner geliebten Elisa trauert. Beide repräsentieren Garcilasos Gesang seiner Lieben im Leben und nach ihrem Tod.
Ekloge II: Sie erzählt die Geschichte der unglücklichen Liebe von Albanio, Camila und dem Priester. Sie ist die umfangreichste und die erste, die er schrieb.
Ekloge III: Vier Nymphen weben auf Wandteppichen tragische Liebesgeschichten. Die ersten drei Geschichten handeln von historischen Persönlichkeiten, die letzte von der Liebe zwischen Elisa und Nemoroso.
Themen und Stil
Zwei große Themen dominieren: Liebe und Natur. Das Gefühl der unglücklichen Liebe steht im Zentrum seiner Lyrik. Er verwendet echte, sehr lebendige Gefühle, die jedoch, obwohl leidenschaftlich, in einer Form von Zurückhaltung und Würde ausgedrückt werden. Auch die Natur ist wichtig, besonders in den Eklogen.
Sein Stil ist elegant und natürlich zugleich. Er basiert auf einem einfachen, aber dennoch erlesenen Vokabular.