Lyrikanalyse: Sagarra („Wasser-Marine“) und Arderiu („Der Hang“)
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Josep Maria de Sagarra: „Wasser-Marine“
Metrik
Vier Strophen mit unterschiedlichen, auch unregelmäßigen Metren. Es überwiegen Heptasyllaben (Siebensilber), aber es gibt auch Tetrasyllaben (Viersilber), Pentasyllaben (Fünfsilber), sowie einige Oktosyllaben (Achsilber) und Dekasyllaben (Zehnsilber).
Struktur und Analyse
Der Dichter analysiert den Prozess des Lebens und der Liebe, angesiedelt in einer kleinen Bucht als locus amoenus (lieblicher Ort) der Landschaft, um die Fülle der Liebe zu erreichen. Mithilfe des Vergleichs nautischer Objekte (Rudern und Takelage/Umfang), die Leben und Tod symbolisieren, verteidigt der Dichter das Recht, das Meer der Liebe umfassend zu befahren. Dies mündet in einer abschließenden Einladung, jeden Augenblick voller Glück zu leben.
Thema
Beschreibung der Landschaft als Mittel, um die Fülle der Liebe zu erreichen.
Literarische Mittel
- Motive des carpe diem (Aufforderung, den Augenblick zu nutzen) und des locus amoenus.
- Vergleiche.
Caterina Arderiu: „Der Hang“
Metrik
Das Gedicht besteht aus sechs Strophen zu je acht Versen. Die Verse sind überwiegend viersilbig, mit Ausnahme des vierten Verses jeder Strophe, der achtsilbig ist. Es gibt einen Wechsel von männlichen und weiblichen Reimen. Das Reimschema lautet:
A M4, a4, B F4, A8, B4, A4, A4, B4
Struktur und Interpretation
Die Dichterin beschreibt die Stagnation im Leben: Was einst zurücklag, bringt nun keinen Fortschritt mehr, und man muss sich bemühen, nur mit Hoffnung voranzukommen. In der vierten Strophe beschreibt sie, wie sie sich in einem Wald verirrt hat, in dem metaphorische Bäume den Horizont verdecken. In der fünften Strophe wird deutlich, dass nichts hilft, wenn man die falsche Richtung einschlägt. Die sechste Strophe endet mit der Hoffnung, genügend innere Sicherheit zu finden, um mit Unglück fertigzuwerden. Dies wird durch die Zeilen angedeutet:
„trockene Seele, / und, dass Fremd / Abteilung / nichts immuta[iert]“
Durch freiwillige Unempfindlichkeit wird man weniger von den Zufällen des Lebens beeinflusst.
Thema
Das zentrale Thema, das bereits in der ersten Strophe etabliert wird, ist die Seltenheit des Glücks. Da Glück selten zu hören ist, können nur wenige Menschen es in vollem Umfang erfahren.
Literarische Mittel
- Elision
- Hyperbaton
- Enjambements (Zeilensprünge)
- Rhetorische Frage