Die majestätische Kuppel von Florenz: Ein architektonisches Meisterwerk der Renaissance

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Form:

Kuppelförmig mit achteckigem Spitzprofil. Der höchste Punkt erreicht eine Höhe von 114 Metern über dem Boden, mit einem Durchmesser von über 41,7 Metern. Das Gewicht wird auf 37.000 Tonnen geschätzt.


Methode:

Ein architektonisches Meisterwerk aus Mauerwerk (Basis), Stein (größtenteils), Mörtel und anderen Materialien, darunter Marmor für die Rippen und die Verkleidung der Trommel.


Überblick:

Die Kuppel des Florentiner Doms steht auf einer achteckigen Trommel. Jede der acht Seiten ist mit Marmorplatten (weiß und grün) verkleidet und hat ein großes, zentrales Auge. Auf dieser Trommel erhebt sich die Kuppel selbst, die außen ein klares Profil zeigt, wobei die acht mit weißen Marmorblöcken gebauten, vier Meter dicken Rippen hervorgehoben werden. Der Raum zwischen diesen Rippen ist mit flachen, roten Ziegeln bedeckt. Am Konvergenzpunkt der Rippen steht eine 16 Meter hohe, prismatische Laterne mit acht Seiten, spiralförmigen Strebebögen und einer konischen Struktur, die von einer vergoldeten Kupferkugel mit einem Kreuz bekrönt wird.

Dieses äußere Erscheinungsbild verbirgt Brunelleschis geniale Lösung für den Bau ohne Holzgerüst, das die Struktur während des Baus stützen sollte. Zu diesem Zweck entwarf der Architekt eine doppelte Kuppel, innen und außen, mit einem ausgeprägten Profil, so dass zwischen beiden ein konstanter Abstand entstand, der durch horizontale Verstärkungsbalken zwischen den Rippen verstärkt wurde.

Die innere Kuppel ist kleiner und besteht aus 24 gemauerten Rippen, die die Struktur entlasten, das Gewicht der Last aufnehmen und auf die Trommel übertragen. Sie stützen und drücken die äußere Kuppel, während sie sie gleichzeitig vor Feuchtigkeit schützen. Die acht außen sichtbaren Rippen haben keine wirkliche strukturelle Funktion. Dies reduziert jedoch das Gesamtgewicht und ermöglicht die Existenz eines inneren Ganges zwischen den beiden Kuppeln, der zur Laterne führt.

Schließlich ist dank des in diesem Werk verwendeten freitragenden Konstruktionssystems aus konzentrischen Ziegelringen, die in der Höhe angeordnet sind, die Kuppel von innen betrachtet völlig eben, ohne jegliche Rippen.


Symbolische Analyse:

Die Größe der Kuppel macht sie zum wichtigsten Gebäude des italienischen Quattrocento. Das Werk selbst symbolisiert die Bedeutung von Florenz als Zentrum der Renaissancekunst im 15. Jahrhundert und als größte Stadt der damaligen Zeit und versucht, die Parallelen zwischen der toskanischen Stadt und dem Rom der klassischen Periode sichtbar zu machen. Gleichzeitig ist die Tatsache, dass die Kuppel den Dom krönt, ein sichtbares Symbol für die Stärke der christlichen Kirche in der florentinischen Gesellschaft.


Soziologische Analyse:

Brunelleschis Werk ist das Ergebnis eines Wettbewerbs, den der Architekt für den Bau der neuen Kuppel des Florentiner Doms, der Kathedrale von Arnolfo di Cambio im gotischen Stil, gewann. Obwohl der Sieg gemeinsam mit Ghiberti und Brunelleschi vergeben wurde, war es schließlich Brunelleschi, der die Herausforderung annahm, diese neue Struktur zu bauen, die den Namen von Florenz hervorheben sollte. Dort begann die Familie Medici, an Bedeutung zu gewinnen und zur führenden Familie einer Stadt zu werden, deren Wirtschaftstätigkeit (vor allem Handel und Bankwesen) bereits eine große Blütezeit erlebte, die nicht nur in diesem großen Gebäude und anderen Werken desselben Architekten (Basilika San Lorenzo) spürbar war, sondern auch in anderen Bereichen der Kultur, die Florenz zum Zentrum des Humanismus im 15. Jahrhundert machten.

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