Management-Kontrollsysteme und Balanced Scorecard Guide
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Definition des Haushaltssystems und seine Stufen
Das Haushaltssystem wird durch verschiedene Phasen definiert, um Risiken zu minimieren und den Einsatz organisatorischer Ressourcen (personell, finanziell, materiell) zu optimieren. Der Finanzplan muss dabei stets mit der Mission und Vision des Unternehmens übereinstimmen.
- Planung: Festlegung von Mission, Vision, Zielen und Strategien.
- Budgetformulierung: In dieser Phase wird die eigentliche Budgetplanung erstellt.
- Ausführung des Haushaltsplans: Beginn der Umsetzung, Durchführung und des operativen Betriebs.
- Management-Kontrolle (Process Management Control): Messung, Überprüfung und Einleitung nötiger Korrekturmaßnahmen.
Gestaltung eines Controlling-Systems
- Bestimmung der Analyse-Einheit: Unterteilung in zentrale Aufgaben und Segmentierungsstrategien zur besseren Kontrolle. Die Aufteilung in Verantwortungszentren integriert das Management-Controlling in die wirtschaftliche Segmentierung.
- Auswahl definierter Normen: Integration des gesamten Planungsprozesses in das Management-Controlling. Die Messung erfolgt durch finanzielle und nicht-finanzielle Indikatoren sowie eine klare Budgetierung.
- Entwicklung von Monitoring-Kapazitäten: Analyse von Ergebnissen und Überwachung von Korrekturmaßnahmen. Hierbei werden statistische Daten, Ergebnisbeurteilungen und Datenbanken in das Informationssystem integriert.
- Einfluss auf das Verhalten: Nutzung von Human Resource Management und Belohnungssystemen (Anreize), um eine wirksame Management-Kontrolle zu unterstützen.
Definition des Management-Kontrollsystems
Ein Management-Kontrollsystem ist eine Reihe von Verfahren, die ein spezifisches Organisationsmodell für die Planung und Überwachung aller Tätigkeiten innerhalb eines Unternehmens darstellen.
Die Balanced Scorecard (BSC) und ihre Vorteile
Die Balanced Scorecard (BSC) ist ein strategisches Managementsystem, das die Strategie in eine Reihe von strategischen Zielen, Maßnahmen und Indikatoren übersetzt. Das Ziel ist es, die Strategie auf allen Ebenen der Organisation messbar und konkret umsetzbar zu machen. "Was man nicht messen kann, kann man nicht lenken."
Vorteile der BSC:
- Anpassung der Strategie durch konkrete Ziele.
- Messbarkeit der erbrachten Leistungen.
- Erhöhung der Transparenz über alle Aktivitäten.
- Commitment der gesamten Organisation.
- Kompatibilität mit anderen Tools (z. B. Qualitätsmanagement).
- Förderung eines dynamischen und partizipativen Denkens.
Traditionelle Kontrolle vs. Balanced Scorecard
Traditionelles Modell: Fokus auf Termine und Verantwortlichkeiten. Es besteht das Risiko, dass die Strategie nicht umgesetzt wird, da das Tagesgeschäft (kurzfristig) die langfristigen Ziele verdrängt und taktische Maßnahmen von der Strategie getrennt sind.
Balanced Scorecard: Eine Methode, die die gesamte Organisation ausrichtet. Sie übersetzt die Strategie in messbare Ziele für alle Ebenen und integriert kurz- sowie langfristige Entscheidungen. Dies ermöglicht einen dynamischen Prozess zur effektiven Umsetzung der Strategie.
Grundwerkzeuge der Balanced Scorecard
1. Die Strategische Karte (Strategy Map)
Ein Diagramm, das die logischen Beziehungen zwischen strategischen Zielen und Perspektiven darstellt. Es basiert auf der Mission und Vision des Unternehmens. Die Elemente sind:
- Die Mission und Vision.
- Strategische Ziele pro Perspektive.
2. Dashboard-Elemente
Das Dashboard umfasst die Perspektiven, konkrete Ziele, Kennzahlen (Indikatoren), Zielvorgaben und Aktionsprogramme.
Die vier Perspektiven der BSC mit Beispielen
- Finanzperspektive: Beantwortet die Frage, wie wir gegenüber Aktionären auftreten müssen. Beispiele: Umsatzsteigerung, Kostensenkung, Erhöhung des ROI.
- Kundenperspektive: Identifiziert Zielmärkte und Kundenwünsche. Beispiele: Erhöhung der Kundenzufriedenheit, Verbesserung der Kundenbindung und des Service.
- Interne Prozessperspektive: Fokus auf die Wertschöpfungskette und interne Exzellenz. Beispiele: Verkürzung der Antwortzeiten, Qualitätssteigerung, Optimierung der Fertigung.
- Lernen und Wachstum (Infrastruktur): Fokus auf Fähigkeiten und Systeme. Quellen: Menschen (Zufriedenheit/Weiterbildung), Systeme (Informationsmanagement), Politik (Anreize/Technologie). Beispiele: Mitarbeiterschulung, Verbesserung der internen Kommunikation.
Aspekte bei der Implementierung der BSC
Bei der Einführung der BSC sollten folgende Punkte beachtet werden:
- Anreizsysteme: Mitarbeiter sollten durch Zielerreichung motiviert werden.
- Zeitraum: Die Implementierung dauert in der Regel 3 bis 5 Jahre.
- Unternehmensgröße: Während die BSC für große Unternehmen ein essentielles Werkzeug ist, kann die Komplexität für KMU ein Hindernis darstellen.
- Kosten und Kultur: Die Kosten der Einführung sowie die bestehende Organisationskultur müssen berücksichtigt werden, da letztere ein Widerstandsfaktor sein kann.