Managementrollen und kognitive Verzerrungen
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Verwaltungsrollen
Interpersonelle Rollen
Diese beziehen sich auf die formale Autorität und Position des Managers innerhalb des Unternehmens:
- Repräsentant: Als sichtbarer Kopf ist er verpflichtet, Routineaufgaben rechtlicher oder sozialer Natur zu erfüllen.
- Führungskraft: Verantwortlich für die Motivation, die Richtung und die Schulung der Mitarbeiter.
- Vernetzer: Verantwortlich für die Verknüpfung des Unternehmens mit seinem Umfeld.
Informationsrollen
Diese betreffen den Umgang mit Informationen:
- Beobachter: Verantwortlich für die Suche und den Erhalt von Informationen, um ein umfassendes Verständnis des Unternehmens und des Umfelds zu entwickeln. Er versucht, Chancen und Bedrohungen zu identifizieren.
- Informationsweiterleiter: Sendet und kommuniziert Entscheidungen sowie Informationen an andere Mitglieder der Organisation.
- Sprecher: Vertritt die zuständige Abteilung gegenüber Dritten und übermittelt Informationen an externe Einheiten.
Entscheidungsrollen
Diese beziehen sich auf den Entscheidungsprozess:
- Unternehmer: Initiiert und beaufsichtigt neue Projekte unter Ausnutzung von Chancen und Risiken.
- Krisenmanager: Fungiert als Problemlöser, um den Normalzustand wiederherzustellen.
- Ressourcenverteiler: Verantwortlich für die Zuteilung von Unternehmensressourcen zu den Aktivitäten, die zur Verwirklichung der Ziele entwickelt wurden.
- Verhandlungsführer: Zuständig für die Vertretung des Unternehmens gegenüber seinem Umfeld, um geschäftliche Vorteile zu erzielen.
Gemeinsame kognitive Fehler in Führungspositionen
Bestätigungsfehler (Hypothesen-Bias)
Dieser tritt ein, wenn Entscheidungsträger eine Idee haben oder eine Beziehung zwischen zwei Variablen annehmen (basierend auf Erfahrung, Intuition etc.) und dabei Beweise ignorieren, die dieser Beziehung widersprechen, während sie aktiv nach Belegen suchen, die ihre Existenz beweisen.
Repräsentativitätsfehler
Dieser tritt ein, wenn Ergebnisse, Ereignisse oder Situationen aus sehr kleinen, wenig aussagekräftigen Stichproben oder sogar aus einem Einzelfall verallgemeinert werden. Zum Beispiel die Annahme, dass nach fünf Jahren des Überflusses immer fünf Jahre Krise folgen (was nicht immer zutrifft).
Kontrollillusion
Diese tritt ein, wenn die Fähigkeit zur Leitung und Kontrolle von Situationen überschätzt wird, ein Übermaß an Vertrauen herrscht und Unsicherheiten sowie Risiken nicht streng genug begriffen werden.
Eskalierendes Commitment
Dieses tritt ein, wenn man sich verpflichtet fühlt, eine getroffene Entscheidung weiterzuverfolgen (z. B. durch Erhöhung der Investitionen in ein Projekt), selbst wenn Informationen vorliegen, dass dieses unrentabel, illegal oder unmoralisch ist.