Marco Geschichte: Blütezeit Europas im 13. Jahrhundert
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Marco Geschichte: Das 13. Jahrhundert in Europa
Das 13. Jahrhundert (1225 - 1274) stellt historisch die Zeit der größten Blüte des mittelalterlichen Europas dar, wobei das politische und kulturelle Zentrum in Frankreich liegt. Europa genoss eine stabile Wirtschaft, angetrieben durch einen florierenden Handel, Währung, die zunehmende Zirkulation von Edelmetallen und die Konsolidierung der Zünfte. Fortschritte in der Landwirtschaft, wie der Radpflug, die Wassermühle und die Fruchtfolge, trugen dazu bei, die Ernteerträge zu steigern. Sozial führte dies zur Bereicherung vieler Bauern und bürgerlicher Kaufleute, während ein Teil des alten Adels verarmte. Die Städte erlebten eine großartige Entwicklung.
Soziokultureller Rahmen: Aufstieg der Universitäten
Das 13. Jahrhundert zeichnet sich durch die Entstehung und den Aufstieg der Universitäten aus, die aus der Evolution der Kathedralschulen hervorgingen (vor allem in Paris, Oxford, Bologna, Salamanca...). Obwohl das Mittelalter oft als dunkles Zeitalter betrachtet wird, erhielten einige Wissenschaften wie die Seelenlehre, Astronomie und Medizin im muslimischen Denken Auftrieb. Ebenso erfuhr das Recht eine starke Entwicklung. Kaiser Friedrich II. und Philipp suchten die Unabhängigkeit gegen das Papsttum. Hervorzuheben sind auch Übersetzungen griechischer, arabischer und jüdischer Philosophen, insbesondere die Arbeit der Schule von Toledo und die Übersetzungen von Wilhelm von Moerbeke (wichtig für Thomas von Aquin). Auf der anderen Seite wurden Bettelorden gegründet, insbesondere die Franziskaner, die die wichtigsten Lehrstühle an den Universitäten besetzten.
Philosophischer Rahmen: Die Scholastik
Die im Mittelalter praktizierte Bildung war die scholastische Philosophie: eine Philosophie der Schule, deren Ziel es war, Denkern das Lehren zu ermöglichen. Allen scholastischen Denkern gemeinsam ist die Anerkennung von zwei Arten der Erkenntnis: Glaube und Vernunft. Die Scholastik hatte zwei Lehrmethoden:
- Lectio (Lesung): Der Lehrer las ein Buch eines Klassikers und gab Kommentare dazu.
- Disputatio (Aussprache): Eine Diskussion zwischen Lehrer und Schülern, in der Gründe für oder gegen eine These ausgetauscht wurden. Daraus entstanden synthetisierte Summen als Weiterentwicklung der bisherigen Schriften.