Marx: Klassenkampf und der Wandel zur kommunistischen Gesellschaft
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Geschichte und gesellschaftlicher Wandel: Von der bürgerlichen zur kommunistischen Gesellschaft
Marx beschreibt, wie sich die Bourgeoisie zur herrschenden Klasse gegenüber dem Proletariat entwickelte. Die soziale Herkunft der Bourgeoisie liegt in den Städten des Mittelalters. Die mittelalterliche Gesellschaft war in privilegierte Klassen (Adel und Klerus) sowie unterprivilegierte Bürger unterteilt.
Die Entdeckung neuer Länder und Handelswege ermöglichte es der Bourgeoisie, ihre Macht durch die Industrie zu steigern. Während der Französischen Revolution erlangte das Bürgertum die politische Macht. Das ökonomische Modell wird als bürgerlicher Kapitalismus bezeichnet, da es von der Akkumulation von Kapital geleitet wird.
Die Entstehung des Proletariats
Die Bourgeoisie brachte eine neue soziale Klasse hervor: das Proletariat. Diese Menschen arbeiten in den Fabriken und besitzen nichts, weshalb sie gezwungen sind, ihre Arbeitskraft gegen einen Lohn zu verkaufen. Je mehr die Mittelschicht wächst, desto stärker wächst auch das Proletariat.
Das Kommunistische Manifest
Das Kommunistische Manifest von Marx ist sowohl eine revolutionäre Kraft, die das bürgerliche System eliminieren will, als auch eine theoretische Beschreibung, die den Kapitalismus durch die Untersuchung wirtschaftlicher Dimensionen analysiert. Für Marx entwickelt sich das Proletariat innerhalb der bürgerlichen Gesellschaft und gewinnt die Stärke, diese in eine Gesellschaft zu verwandeln, in der der von Arbeitern produzierte Reichtum dazu dient, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.
Überwindung des Privateigentums
Die Arbeiter, die zur Armut verdammt sind, beginnen, die Ursachen ihres Leidens zu erkennen und sich zu organisieren. Da die Bourgeoisie die Produktionsmittel privatisiert, können die Arbeiter nicht von den Früchten ihrer Arbeit profitieren. Das Ziel ist es, die Produktionsmittel aus privater Hand in Gemeingut zu überführen, um die Lebensbedingungen der Arbeiter zu verbessern. Diese Veränderungen sollen durch eine kommunistische Revolution erreicht werden.
Der Klassenkampf als Motor der Geschichte
Das Ziel der Kommunistischen Partei ist es, die Arbeiterbewegung anzuführen. Was die kommunistischen Parteien von anderen unterscheidet, ist ihr tiefes Verständnis für die Mechanismen der kapitalistischen Gesellschaft und deren Transformation. Sie kritisieren alle Aspekte der bürgerlichen Gesellschaft, wie:
- Familie
- Institutionen
- Gesetze
Der Motor der Geschichte ist für Marx der Klassenkampf. In der Zeit der bürgerlichen Herrschaft ist dies ein Kampf zwischen der Bourgeoisie und dem Proletariat. Das Kapital konzentriert sich in immer weniger Händen, wodurch die Gesellschaft zunehmend polarisiert wird. Wenn das Proletariat in der Lage ist, gegen die soziale Ordnung des Kapitalismus zu rebellieren und das Privateigentum an den Produktionsmitteln abzuschaffen, wird die Bourgeoisie verschwinden und nur eine Klasse – das Proletariat – wird bestehen bleiben.