Marxistische Theorie: Kapital, Staat und Produktion

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Grundbegriffe der marxistischen Gesellschaftstheorie

Das Kapital

Das Kapital ist einer der drei Faktoren, die zur modernen bürgerlichen Gesellschaft führen. Es besteht aus allen Arten von Anlagen, die in Zusammenarbeit mit der Arbeit Waren für den Verbrauch produzieren. Das Kapital ist das Element, das dem Bürgertum die Existenz des Kapitalismus ermöglicht.

Materielle Voraussetzungen

Materielle Voraussetzungen bezeichnen eine Reihe von Bedingungen, die eintreten müssen, um etwas möglich zu machen. Für Marx sind die Auslöser aller Prozesse letztlich sozioökonomische Bedingungen.

Der Staat

Ein Staat ist eine politische Institution, die keinem anderen politischen Gremium unterliegt, das heißt, sie besitzt Souveränität. Er sollte über eine ständige Bevölkerung, ein definiertes Territorium und eine Regierung verfügen. Für Marx ist der Staat der Höhepunkt des juristischen und politischen Überbaus einer Gesellschaft.

Sozioökonomische Gesellschaftsformation

Die Wirtschafts- und Sozialformation beschreibt eine Reihe von Elementen, aus denen sich eine Gesellschaft zu einem bestimmten historischen Moment zusammensetzt. In jeder Gesellschaftsform gibt es:

  • eine komplexe wirtschaftliche Struktur mit verschiedenen Produktionsverhältnissen (von denen eines dominiert),
  • eine komplexe ideologische Struktur aus verschiedenen Tendenzen (mit einer herrschenden Ideologie),
  • einen komplexen juristischen und politischen Überbau, der die Herrschaft der herrschenden Klasse ermöglicht.

Materielle Produktivkräfte

Materielle Produktivkräfte (Massenproduktion) umfassen die materiellen Elemente, die an der Arbeit beteiligt sind: die Rohstoffe und die Arbeitskräfte.

Gesellschaftliche Produktion der Existenz

Die gesellschaftliche Produktion des Bestehens ist der Prozess, durch welchen der Mensch durch seine Arbeit seine Bedürfnisse entwickelt und ein Produkt erhält.

Die Produktionsverhältnisse

Produktionsverhältnisse bezeichnen die Einsetzung von Arbeitsbeziehungen zwischen den am Arbeitsprozess Beteiligten (soziale Beziehungen) und deren Verhältnis zu den Mitteln der Arbeit (technische Beziehungen). Sie sind bestimmt, notwendig und liegen außerhalb der Kontrolle der Menschen. Sie beziehen sich auf das Entwicklungsniveau der materiellen Produktivkräfte der Arbeit, ohne die der Mensch nicht existieren kann.

Der Überbau

Der Überbau ist eine Reihe von juristischen und politischen Institutionen sowie die Ideologie einer Gesellschaft. Diese Struktur wird durch ihre ökonomische Basis bestimmt.

Produktivkräfte

Produktivkräfte sind die Elemente, die die Arbeit ermöglichen. Sie setzen sich zusammen aus der menschlichen Arbeitskraft (Energie) und den Arbeitsmitteln (Instrumente, um Rohstoffe in Produkte zu verwandeln).

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