Max Webers Modell der bürokratischen Herrschaft

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Webers bürokratisches Modell

Webers Modell ist rein formal, da es Variablen auf das Verhalten zurückführt oder die menschliche Dimension in actu prüft. Das bürokratische Modell nach Weber gilt als das effizienteste aufgrund seiner Genauigkeit, Stabilität, Disziplin und Funktionalität, was die Kontrolle über komplexe Organisationen erleichtert.

In Organisationen muss es Regeln geben, die durchgesetzt werden, damit diese effizient arbeiten können. Macht ist die Fähigkeit, anderen Befehle zu erteilen, und Legitimität ist der Grad der Akzeptanz dieser Befehle; aus diesen beiden Konzepten ergibt sich die Autorität.

Typen der Führung und Autorität

Führung oder Autorität werden in drei Typen unterteilt: traditionell, charismatisch und bürokratisch. Weber entschied sich für die Bürokratie als ein System, in dem Subjekte eine Verordnung akzeptieren, sowie ein Machtsystem, das aus der Legitimation hervorgeht.

Operative Grundlagen des Modells

  • Die Autorität ist absolut unpersönlich; sie speist alle Ämter und legt die Verteilung von Rollen, Verantwortlichkeiten und Befugnissen in der gesamten Struktur fest.
  • Die rechtliche Autorität wird durch eine Reihe von Gesetzen definiert, die sie stützen und antreiben.
  • Die Menschen müssen völlig unpersönlich agieren.
  • Es handelt sich um Beamte, die Positionen mit hohem Status innerhalb der Behörde einnehmen.
  • Funktionsstellen werden durch Amtsträger besetzt, denen die Untergebenen gehorchen müssen.
  • Die Ämter sind in einer hierarchischen Ordnung angeordnet, sodass alle Ebenen ineinandergreifen, um eine andere Betriebsebene zu erreichen.
  • Die Ämter können nicht von den Inhabern monopolisiert werden und sind nicht auf Lebenszeit ausgelegt.

Die rechtliche Autorität

Die rechtliche Autorität wird durch eine Reihe von Gesetzen, Verordnungen und Vorschriften definiert, die sie stützen und dynamisieren. Die rechtliche Autorität ist dafür verantwortlich, Funktionen auf alle Stellen zu verteilen sowie Befugnisse und Zuständigkeiten innerhalb der gesamten Struktur festzulegen. Wenn die gesetzliche Ermächtigung greift, gibt es eine Regelung zur Trennung zwischen der Organisationsstruktur und dem Gremium, den Gesetzen usw.

Kritik und Einschränkungen des Modells

Die Hauptkritikpunkte oder Einschränkungen des Modells von Weber sind:

  • Es ist rein formal.
  • Es gibt keine Berücksichtigung von Verhaltensvariablen.
  • Es ist äußerst starr und unflexibel.
  • Das größte Manko von Webers Bürokratiestruktur ist die Unpersönlichkeit. Er betrachtet die Auswirkungen des menschlichen Verhaltens auf sein Modell als irrelevant.
  • Seine Vorstellung von Macht, Autorität und Legitimität umschließt einen methodischen Trugschluss, wonach seine Anhänger lediglich dazu da wären, Positionen zu ersetzen.

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