McClellands & Herzbergs Motivationstheorien: Zugehörigkeit, Macht, Leistung & Job Enrichment

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Die Motivationstheorien von David McClelland und Herzberg

McClellands Theorie der Bedürfnisse: Zugehörigkeit, Macht und Leistung

Nach McClelland haben die meisten Menschen im Zusammenhang mit organisierter Arbeit drei Hauptgruppen von Bedürfnissen:

1. Zugehörigkeit (Need for Affiliation)

Tendenz, anderen zu gefallen und Akzeptanz von anderen zu suchen. Bevorzugung von Kooperation gegenüber Wettbewerbssituationen.

Assoziierte Verhaltensweisen:
  • Sich mit anderen verbunden fühlen.
  • Arbeit bevorzugen, die Beziehungen zu anderen erfordert.
  • Die Wahl treffen, mit einem Freund anstelle eines Experten zusammenzuarbeiten.
  • Sich in andere einfühlen, Unterstützung und Zuneigung zeigen.

2. Macht (Need for Power)

Tendenzen, zu beeinflussen und zu steuern. Eine Vorliebe für Wettbewerbssituationen, um Prestige und Einfluss zu gewinnen, anstatt nur ein Ergebnis zu erzielen.

Assoziierte Verhaltensweisen:
  • Beratung ohne Aufforderung anbieten.
  • Versuchen, andere dazu zu bringen, Dinge auf eine bestimmte Weise zu tun.
  • Emotionen kontrollieren, um überwältigend zu wirken.
  • Andere beeinflussen, um ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen.
  • Informationen kontrollieren.

3. Leistung (Need for Achievement)

Neigung, Ziele zu verfolgen und sich ständig zu verbessern, um zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen. Bevorzugung von Situationen, in denen persönliche Verantwortung und kontrolliertes Risiko bestehen.

Assoziierte Verhaltensweisen:
  • Sich herausfordernde Ziele setzen.
  • Kalkulierte Risiken eingehen.
  • Persönliche Verantwortung übernehmen.
  • Sich mit Experten statt mit Freunden umgeben.
  • Informationen suchen.

Herzbergs Zwei-Faktor-Theorie und Job Enrichment

Herzberg beschreibt die Motivation bei der Arbeit aus einer Perspektive, die sich auf die Natur der Arbeit selbst konzentriert und nicht primär auf die persönlichen Bedürfnisse des Arbeitnehmers, wie es bei Maslow der Fall war.

Es werden zwei Gruppen von Faktoren unterschieden:

1. Hygienefaktoren

Diese Faktoren erzeugen keine direkte Motivation, aber deren Fehlen führt zu Unzufriedenheit. Dazu gehören:

  • Die physische Arbeitsumgebung.
  • Gehalt.
  • Arbeitsplatzsicherheit.
  • Gute Beziehungen zu Kollegen und Vorgesetzten.

Diese Umstände bilden das notwendige Substrat für Arbeitsbeziehungen. Gute Leistung ist bei ihrer Anwesenheit nicht überraschend, aber sie treiben die Leistung nicht direkt an. Fehlen oder Defizite in diesen Bereichen führen jedoch automatisch zu einer Situation der Unzufriedenheit.

2. Motivationsfaktoren

Diese Faktoren sind die Quelle der Zufriedenheit und führen direkt dazu, härter und besser zu arbeiten. Sie beziehen sich auf den Inhalt der Arbeit und die ausgeführte Aufgabe. Zu diesen Faktoren gehören unter anderem:

  • Aufstiegsmöglichkeiten im Unternehmen.
  • Die Möglichkeit, Wissen anzuwenden.
  • Berufliche Entwicklung.
  • Verantwortung für eine Aufgabe oder ein Projekt.
  • Zielerreichung.

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