Medizinische Untersuchungsmethoden: Anamnese und Körperliche Exploration
Eingeordnet in Medizin & Gesundheit
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 3,51 KB
Medizinische Untersuchungsmethoden
Überblick: Diagnostische Verfahren und Techniken
Die medizinische Untersuchung umfasst verschiedene diagnostische Verfahren und Techniken. Dazu gehören bildgebende Verfahren (Scannen) und spezifische Tests zur Diagnose von Zuständen (z. B. Tics).
Die Anamnese: Das Erstgespräch mit dem Arzt
Die Anamnese (Patientengeschichte) ist das erste Interview mit dem Arzt. Hierbei wird eine umfassende und ordnungsgemäße Befragung über die Krankengeschichte und den aktuellen Zustand des Patienten durchgeführt. Die Anamnese bildet die Grundlage für die anschließende körperliche Untersuchung und die Verfolgung der weiteren Entwicklung (Seguimiento).
Alle gesammelten Informationen, einschließlich früherer chirurgischer Eingriffe und Behandlungen, werden in Dokumenten festgehalten. Die Untersuchung gliedert sich in folgende Hauptteile:
- Interrogation oder Anamnese (Befragung)
- Die körperliche Untersuchung (Exploration Física)
- Die Verfolgung der Entwicklung des Patienten (Seguimiento)
1. Die Befragung (Interrogation)
Die Befragung umfasst:
- Persönliche Daten: Name, Alter, Familienstand, Adresse usw.
- Familienanamnese: Informationen über direkte Verwandte (leben sie, sind sie verstorben, welche wichtigen Krankheiten liegen vor, Todesursachen).
Persönliche Krankengeschichte
Hierzu gehören Informationen aus der Kindheit, Impfungen, Allergien, frühere Interventionen und Ähnliches.
Aktuelle Erkrankung (Present Illness)
Zur Erfassung der aktuellen Erkrankung werden drei Hauptfragen gestellt:
- Was sind die Beschwerden?
- Seit wann bestehen die Symptome?
- Worauf führen Sie die Beschwerden zurück?
Datenerfassung
Die Datenerfassung dient der Erforschung von Anzeichen und Symptomen, die auf eine spezifische Pathologie hindeuten können.
2. Die körperliche Untersuchung (Exploration Física)
Die körperliche Untersuchung dient der Beobachtung von Anzeichen und Symptomen zur Diagnosestellung. Sie umfasst traditionell vier manuelle Techniken:
- Die Inspektion
- Die Palpation
- Die Perkussion
- Die Auskultation (Abhören)
Die Inspektion
Die Inspektion besteht in der sorgfältigen Beobachtung des Patienten, der Analyse seines Alters sowie morphologischer und funktioneller Veränderungen.
Die Palpation
Die Palpation (Abtasten) erfolgt mit einer oder beiden Händen an verschiedenen Körperteilen zur Lokalisierung von Schmerzpunkten oder zur Feststellung organischer Veränderungen (z. B. die Größe von Organen).
Die Perkussion
Die Perkussion (Beklopfen) ist das Beklopfen verschiedener Körperteile oder -bereiche mit den Fingern, um unterschiedliche Töne zu erzeugen.
Perkussionsbefunde
- Gedämpfter Ton (Mate): Tritt auf, wenn Bereiche ohne Luft perkutiert werden.
- Trommelfellartiger Ton (Tympanitischer Ton): Entsteht durch Vibration und Luft; ist typischerweise im Magen und Darm zu hören.
Die Auskultation (Abhören)
Die Auskultation ist das Abhören physiologischer oder pathologischer Geräusche, die im Körper auftreten. Diese sind für die Diagnostik von großer Bedeutung, insbesondere:
- Lungengeräusche
- Herztöne
- Darmgeräusche
- Fötale Herztöne (während der Schwangerschaft)