Medizintechnik, Bildgebung und Medizinische Physik: Spezialgebiete

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Medizintechnik, Bildgebung und Medizinische Physik

Absolventen der Medizintechnik spielen eine wichtige Rolle in der Gesellschaft. Ihre umfassende Ausbildung, die technologischen Fortschritt berücksichtigt, macht sie zu einer tragenden Säule im Gesundheitsteam, wobei der Patient stets im Mittelpunkt steht.

Die berufliche Weiterentwicklung ist dynamisch und kontinuierlich. Sie umfasst Postgraduierten-Titel, Spezialisierungskurse, die Teilnahme an Konferenzen und Vorträgen sowie die Forschung und Entwicklung von Projekten auf hohem Niveau.

Strahlenschutz in der Medizintechnik

Die Fachrichtung Medizintechnik muss stets die Elemente des Strahlenschutzes berücksichtigen, um sicherzustellen, dass die Bestrahlung die kleinstmögliche Dosis (ALARA-Prinzip) für den Patienten, beruflich exponierte Personen und die allgemeine Bevölkerung darstellt.

Spezialgebiete der Radiologie und Medizinischen Physik

  • Nuklearmedizin
  • Strahlentherapie (Radiotherapie)
  • Röntgendiagnostik (Bildgebung)

Nuklearmedizin

Die Nuklearmedizin ist ein Teilgebiet der Radiologie und Medizinischen Physik.

Sie verwendet Strahlung als Indikator zur Untersuchung der Funktion verschiedener Organe und Strukturen. Es handelt sich um eine Technik, deren vorrangiges Ziel die Diagnose mithilfe von Gammastrahlung ist.

Hauptvorteil der Nuklearmedizin

Exakte Messung physiologischer Mengen.

Radiopharmazie und Radiopharmaka

Radiopharmaka bestehen aus einem Tracer (radioaktive Substanz) und einem Pharmakon (Trägerstoff).

  • Radionuklid: Radioaktive Substanz, die aus einem Kernreaktor, Zyklotron oder Generator stammt.
  • Pharmakon: Substanz, die eine Affinität zu dem Organ oder der Struktur hat, die untersucht werden soll.
Anwendungsbereiche der Nuklearmedizin

Typische Anwendungen umfassen:

  • Arbeiten im Labor und mit Radiopharmaka
  • Einsatz der Gammakamera
  • Schilddrüsen-Aufnahme
  • Lungenkrebs-Diagnostik (z. B. mit dem Isotop Fluor-18)
  • Erkennung von Knochenmetastasen bei Schilddrüsenkrebs

Strahlentherapie (Radiotherapie)

Die Strahlentherapie ist ein Sub-Spezialgebiet der Radiologie und Medizinischen Physik.

Sie dient der Behandlung von Krebs mithilfe von hochenergetischer Strahlung:

  • Gammastrahlung
  • Röntgenstrahlen
  • Elektronen

Häufig werden hierfür Linearbeschleuniger eingesetzt.

Ablauf der Strahlentherapie

  1. Planung: Definition der Tumorpathologie und Festlegung der Bestrahlungsfelder.
  2. Simulation: Durchführung von Simulationsverfahren der Behandlung vor der eigentlichen Umsetzung.
  3. Überwachung: Verfolgung der Behandlungen, um Variationen zu erkennen und gegebenenfalls zu korrigieren.

Röntgendiagnostik und Bildgebung (Imaging)

Die Röntgendiagnostik ist ein Sub-Spezialgebiet der Radiologie und Medizinischen Physik.

Wichtige Bildgebungsverfahren

  • Konventionelle und digitale Radiologie: Nutzung von Röntgenstrahlen.
  • Computertomographie (CT/Scanner): Erzeugung von Schnittbildern (z. B. Thorax-CT).
  • Magnetresonanztomographie (MRT): Nutzung von Hochfrequenzwellen.
  • Echotomographie (Ultraschall): Nutzung von Ultraschallwellen.
  • Angiographie: Hämodynamische Untersuchung mittels Röntgenstrahlen.

Röntgentechnik und Ausrüstung

Die Bildgebung basiert auf der Nutzung elektromagnetischer Wellen.

Komponenten und Geräte

  • Röntgenröhre
  • Röntgengeräte (stationär)
  • Mobile Röntgengeräte
  • Röntgengeräte in der Chirurgie (C-Bogen)
  • Röntgengeräte-Zubehör
Röntgengeräte in der Chirurgie

Diese Geräte ermöglichen es, das Bild direkt auf einem TV-Monitor zu sehen und bei Bedarf Röntgenaufnahmen zu machen.

Spezielle Röntgendiagnostik

Ausscheidungs-Pyelographie

Verwendung von Röntgenstrahlen in Kombination mit jodhaltigen Kontrastmitteln.

Mammographie

Die Mammographie erfordert speziell entwickelte Röntgengeräte, da für die Brustuntersuchung Bilder von besonders hoher Qualität benötigt werden.

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