Meister des Barock: Fernández, Montañés und Rembrandt

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Spanische Barockskulptur im 17. Jahrhundert

Kastilische Schule: Gregorio Fernández

In Valladolid entwickelte sich im 17. Jahrhundert eine bedeutende Schule der Skulptur. Die zentrale Figur ist Gregorio Fernández, dessen Stil folgende Eigenschaften der spanischen Skulptur definiert:

  • Durchdringender Realismus.
  • Fokus auf dramatischen Expressionismus und erhabene Ressourcen im Dienst des religiösen Gefühls sowie der Einsatz verschiedener visueller Effekte.
  • Verwendung einer strengen Polychromie; er verzichtet auf Gold.
  • Konzentration auf polychrome Holzskulpturen religiöser Themen: Retablos und Prozessionen, Darstellungen des Leidens Christi und der Jungfrau sowie Bilder von Heiligen.

Andalusische Schule: Juan Martínez Montañés

Andalusien erlebte im Barock eine blühende Kunstszene. Hier entwickelte sich eine realistische Skulptur, die sich von der kastilischen unterscheidet:

  • Sie zeigt eine geringere Vorliebe für das Tragische und nimmt einen entspannten, heiteren und ruhigen Stil an.
  • Zeigt mehr Virtuosität und Detailgenauigkeit beim Schnitzen sowie eine differenziertere und brillantere Polychromie.

Martínez Montañés: Revolution in Sevilla

Juan Martínez Montañés führte in der Skulptur in Sevilla eine Revolution herbei. Sein Stil zeichnet sich durch eine große Persönlichkeit aus:

  • Realistische, aber ruhige und entspannte Figuren, ausgestattet mit Schönheit und korrekten Proportionen.
  • Zu seinen Werken zählen: Der Verfasser des schönen Porträts (Porträt Santiponce), die Unbefleckte Empfängnis, der Gekreuzigte, bekannt als „Christus der Kronzeugenregelung“, und Heiligenfiguren.

Rembrandt: Der Meister der Barockmalerei

Rembrandts innovativer Stil und Technik

Rembrandt ist eine der brillantesten Figuren der barocken Malerei. Er entwickelte einen sehr persönlichen und innovativen Stil, der die Realität auf natürliche Weise interpretiert und eine bestimmte Auffassung der Darstellung zeigt:

  • Er strebt nicht nach rein mechanischer oder objektiver Reproduktion, sondern möchte die menschliche Realität subjektiv, symbolisch, emotional und expressiv vermitteln. Die physische Realität oder das äußere Erscheinungsbild ist dabei ein bloßes Instrument, um Emotionen und Gefühle zu transportieren.
  • Die Kompositionen sind klar, einfach und konsistent, unter Verzicht auf theatralische Übertreibungen zugunsten einer ruhigen und intimen, aber gleichzeitig tief ausdrucksvollen Sprache.
  • Rembrandt ist einer der größten Meister der Farbe und des Lichts: Er ist sehr farbenfroh, führt lebendige und warme Töne mit dunklen Tönen zusammen und erzielt prachtvolle Farbharmonien.

Licht und Hell-Dunkel

Seine Pinselführung wird zunehmend offener, breiter und kräftiger, was die Formen weich macht und verwischt – stets eine perfekte Ergänzung zur Steigerung der Qualität. Das Licht ist ein entscheidender Faktor bei der Gestaltung der Wirklichkeit. Als Meister des Hell-Dunkel-Spiels assimiliert Rembrandt das Lichtspiel Caravaggios im Dunkeln. Die Lichtbehandlung wird zunehmend subjektiver und unwirklicher, mit poetisch verwendeten Licht- und Schattenäußerungen, die auf eine verklärte oder visionäre, geheimnisvolle, dramatische und spirituelle Realität hindeuten.

Themen und Werke

Rembrandt widmete sich allen möglichen Themen: Er interessierte sich für Mythologie, religiöse Themen, Porträts, Landschaft, Stillleben und Genrebilder.

  • Er fertigte zahlreiche Porträts an: individuelle Porträts, Familien- und Charakterporträts sowie Gruppenporträts, die wichtige Innovationen zeigen, wie die Darstellung in einer Handlung.
  • Wichtige Werke: „Die Anatomie des Dr. Tulp“, „Die Nachtwache“ und „Die Vorsteher der Tuchmacherzunft“.
  • Er befasste sich mit religiösen Themen durch klare und einfache Kompositionen, eine ruhige und intime Sprache und maximierte das Licht, um das Expressive und Subjektive hervorzuheben. Er taucht uns in eine visionäre und übernatürliche Wirklichkeit in einer Welt tiefer Spiritualität ein, die bewegt und begeistert.
  • Auch in der Landschaftsmalerei verwandelt er die natürliche Wirklichkeit in ein Traumbild und subjektives Erlebnis.

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