Drei Meister der valencianischen Literatur
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Vicent Andrés Estellés
Leben und Werk bilden eine untrennbare Einheit. Der Tod seiner Tochter prägt sein Schreiben und hat auch berufliche Auswirkungen: Der Ehrenpreis der Katalanischen Literatur ist mit einem Vorschuss auf die Pensionierung verbunden. Er studierte Journalistik in Madrid, wo seine erste Strophe entstand. Er arbeitete als Redakteur bei Las Provincias. Die Veröffentlichung des Buches Llibre de Meravelles im Jahre 1971 war ein sofortiger Erfolg.
Sprache und Stil
Die Sprache Estellés' besteht aus drei Komponenten:
- Der klassischen Tradition
- Der valencianischen Umgangssprache
- Der Gesetzessprache
Er verwendet eine Reihe von „antipoetischen“ Wörtern (Vulgarismen).
Ein interessantes Element ist das poetische Ich, das uns Hinweise auf die Biografie des Autors gibt.
Die Formen, Metren und Strukturen sind sehr vielfältig. Es gibt alexandrinische Tirallongues (lange Versreihen).
Es gibt einen zivilen, klagenden (*queixós*) und humorvollen Ton, aber am wichtigsten ist der evokative Ton. Er möchte alles, was lebt, vor dem Vergessen bewahren. Seine Poesie ist eine Bestandsaufnahme.
Joan Rois de Corella
Er ist ein klarer Präzedenzfall für die Renaissance.
Corella erwog zunächst eine militärische Laufbahn, entschied sich dann aber für das geistliche Leben. Obwohl er Priester war, führte er ein turbulentes Liebesleben und hatte Konflikte mit der Kirche. Seine Beziehung zu Caldesa ist von literarischer Bedeutung.
Corella nahm intensiv und aktiv am literarischen, sozialen und intellektuellen Leben seiner Zeit in Valencia teil. Seine Sensibilität prägt seinen lyrischen Stil, der die lateinische Syntax imitiert.
Er gilt als der Meister Valencias. Seine Prosa ist reich an Etymologien und Hyperbata und vermischt sich mit Lyrik. Er kombiniert auch gelehrte (*cultes*) und volkstümliche (*populars*) Behandlungen.
Er schrieb säkulare und religiöse Werke in Prosa und Versen.
Joan Fuster
Er professionalisierte sich schnell als Schriftsteller. Er verkörpert den Prototyp des engagierten Intellektuellen.
Er schrieb Zeitungsartikel und Essays, darunter:
- Terra en la boca (Poesie)
- Diccionari per a ociosos (Wörterbuch für Müßiggänger)
Humanistisches Experiment
Er pflegte die Disziplin der täglichen Annotation (Aufzeichnungen). Er veröffentlichte Causar-se d'esperar. In diesen Texten befasste sich Fuster als Freigeist mit Fragen von allgemeinem Interesse. Er sah dies stets als den großen Prüfstein der Wahrheit an. Oft forderte er den Leser auf, weiterzudenken, indem er seine Arbeit mit einer Ellipse beendete.
Aphorismen
Zu seinen aphoristischen Werken zählen:
- Judicis Finals
- Consells, insolències
- Sammlungen von Sprichwörtern
Sozialpolitische Schriften
Er schrieb historische und politische Texte zur Reflexion über unser Land. Wichtige Werke sind:
- Nosaltres els valencians
- Qüestió de noms
- Ara o mai
Er befasst sich eingehend mit Identitätsfragen und hebt die katalanische Identität unserer valencianischen Kultur hervor.
Kulturhistorische Bedeutung
Er erschloss wichtige Bereiche in unserer Geschichte und Literatur und sorgte für Klarheit und Lesbarkeit.