Meisterwerke der Barockmusik: Vivaldi, Monteverdi und Bach

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Antonio Vivaldi: Der Winter (Die vier Jahreszeiten)

Autor: Antonio Vivaldi
Land: Italien
Epoche: Barock (17. Jahrhundert bis Mitte des 18. Jahrhunderts)
Musikalische Form: Concerto Grosso

Kommentar zum Werk

Diese Arbeit ist ein Concerto Grosso, eine musikalische Form für Orchester, die aus drei Sätzen besteht: schnell – langsam – schnell. Das Orchester ist in zwei Gruppen unterteilt: eine kleine Gruppe aus drei Instrumentalisten (in diesem Fall jedoch nur eine einzige Solovioline) und eine zweite Gruppe, die den Rest des Orchesters (das Tutti) bildet. In jeder Bewegung findet ein Dialog zwischen Solo und Tutti statt.

Die Instrumente, die in dieser Epoche besonders hervorstechen, gehören zur Violinfamilie, da diese in diesem Zeitraum durch die Arbeit der besten Geigenbauer (Luthiers) perfektioniert wurden. Die bekanntesten Baumeister waren Amati und Stradivari. Es gibt heute noch etwa 400 Stradivari-Violinen auf der Welt. Die vier Jahreszeiten ist das populärste Werk von Vivaldi und besteht aus vier Konzerten (Concerti Grossi) für Streicher, welche die Geschichte des Laufs der Zeit auf der Erde erzählen. In dieser Zeit wurde der konzertante Stil geprägt, der auf den Kontrasten zwischen verschiedenen Klangblöcken basiert, wie es beim Concerto Grosso üblich ist.

Über den Autor

Antonio Vivaldi (1678–1741) war ein italienischer Komponist und Violinist. Er ist der wichtigste Vertreter der Instrumentalmusik des 18. Jahrhunderts. Er war Priester, Geigenlehrer, Chorleiter und Opernunternehmer. Vivaldi komponierte über 450 Konzerte und 30 Opern. Sein bedeutendstes Werk ist Die vier Jahreszeiten.

Giovanni Battista Pergolesi: La serva padrona

Autor: Giovanni Battista Pergolesi
Epoche: Barock (16. Jahrhundert bis Mitte des 18. Jahrhunderts)
Musikalische Form: Oper
Land: Italien

Claudio Monteverdi: L'Orfeo

Autor: Claudio Monteverdi
Epoche: Barock (16. Jahrhundert bis Mitte des 18. Jahrhunderts)
Musikalische Form: Oper
Land: Italien

Kommentar zur Oper

Diese Oper basiert auf der Mythologie und erzählt die Abenteuer des Orpheus, der in die Welt der Toten hinabsteigt, um seine Frau Eurydike zurückzuholen. Die einzige Bedingung ist, dass er beim Aufstieg nicht zurückschauen darf. Er scheitert jedoch, und Eurydike ist für immer verloren.

Die Neuerungen in diesem Werk im Vergleich zur Florentiner Camerata sind:

  • Die Ouvertüre (eine instrumentale Einleitung) und instrumentale Zwischenspiele.
  • Ein großes Orchester.
  • Der Wechsel von Rezitativen und Arien.
  • Duos, Terzette und Quartette.
  • Gesang und Tanz.

Die Oper ist wie ein Schauspiel mit einer Handlung, Charakteren und Dialogen aufgebaut. Die Schauspieler sprechen jedoch nicht, sondern sie singen, begleitet von einem Orchester.

Über den Autor

Claudio Monteverdi (1567–1643) war ein italienischer Komponist, der maßgeblich zur Entwicklung der modernen Oper beitrug. Er lebte an der Wende zweier Jahrhunderte und war der letzte große Meister der Renaissance sowie ein Wegbereiter des Frühbarocks.

Johann Sebastian Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 2

Autor: Johann Sebastian Bach
Epoche: Barock (16. Jahrhundert bis Mitte des 18. Jahrhunderts)
Musikalische Form: Concerto Grosso
Land: Deutschland

Kommentar zum Werk

Das Brandenburgische Konzert Nr. 2 ist ein Concerto Grosso mit folgenden Merkmalen:

  • Es ist ein Konzert für Orchester.
  • Es hat drei Sätze in der Reihenfolge: schnell – langsam – schnell.
  • Das Orchester ist in Solo und Tutti unterteilt, die miteinander im Dialog stehen.

In diesem Werk wird das Tutti von Streichern gebildet. Die Solistengruppe besteht aus vier Instrumenten: Trompete, Geige, Flöte und Oboe. Die Konzerte sind Christian Ludwig von Brandenburg gewidmet. Bach wurde eingeladen, die Musik von Prinz Leopold zu hören, und auf dessen Wunsch hin komponierte Bach diese Concerti Grossi.

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