Meisterwerke der Spanischen Barockmalerei im 17. Jahrhundert
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Die Spanische Barockmalerei im 17. Jahrhundert
Die Malerei dieser Epoche zeichnete sich durch dramatische Ausdruckskraft und den Einsatz kühlerer, matter Farben aus.
Während der ersten Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts dominierte die Arbeit von Zurbarán. Im zweiten Teil traten Murillo und Alonso Cano in den Vordergrund.
Die Heilige Familie mit dem Vogel (1650)
- Autor: Bartolomé Esteban Murillo (1617–1682), Maler aus Sevilla.
- Thema: Religiös. Das Werk zeigt Maria, Josef und das Jesuskind in einem demütigen und realistischen Interieur.
- Komposition: Die Figuren sind ausgewogen in Form von zwei Dreiecken angeordnet, die sich auf die Figur des Jesuskindes hin vereinen.
- Beleuchtung: Das Licht, das von der Seite einfällt, wird dunkler und erzeugt scharfe Kontraste, die die Gestalt des Kindes betonen.
- Realismus: Die heiligen Figuren werden als nahestehende Menschen dargestellt, ein Naturalismus, der auch auf Gegenstände und Tiere übertragen wird.
- Expressivität: Die gesamte Szene vermittelt eine heitere, optimistische Vision, wobei den sekundären Elementen Bedeutung zukommt.
- Anmerkung (PS): Ein kleiner Junge und ein Hund.
Diego Velázquez und die Madrider Schule
Die Madrider Schule beherbergte das wichtigste bildnerische Genie: Diego de Silva y Velázquez (1599–1660). Geboren in Sevilla, zog er nach Madrid, wo er von König Philipp IV. zum Hofmaler ernannt wurde. Er schuf bedeutende Werke wie „Las Meninas“ und „Die Spinnerinnen“, in denen er die Luftperspektive meisterhaft einfing.
Die Schmiede des Vulkan (1630)
- Autor: Diego Velázquez.
- Thema: Mythologisch. Es zeigt Apollo, den Gott des Lichts, der Vulcan, den Gott der Schmiede, über das Unglück seiner Frau Venus unterrichtet.
- Komposition: Die Figuren sind um den Gott Vulcan herum organisiert, aber die Blicke der Schmiede und Vulcans lenken uns direkt zu Apollo.
- Beleuchtung: Das Licht scheint von Apollo auszugehen. Das Spiel von Licht und Schatten ist dunkel und schafft starke Kontraste.
- Farbe: Es gibt eine Mischung von Farben: erdig und gedämpft in der Schmiede, hell und warm bei Apollo.
- Aussagekraft: Der Autor hält einen Moment fest, ohne die Bewegung anzuhalten. Dies geschieht durch die Analyse der Ausdrücke des Erstaunens und der Entrüstung angesichts der Nachricht. Es ist bereits eine gewisse Ironie in der Behandlung des Themas erkennbar.
- Anmerkung (PS): Männer bei der Arbeit.
Die Spinnerinnen (Las Hilanderas) (1657)
- Autor: Diego Velázquez.
- Thema: Mythologie. Das Werk zeigt die Fabel vom Wettbewerb zwischen der römischen Göttin Minerva und der Weberin Ariadne.
- Komposition: Die Darstellung ist in drei Schichten organisiert:
- In der ersten Schicht sind einige Weberinnen in einer Spinnerei-Werkstatt.
- In der zweiten Schicht befindet sich ein offener architektonischer Rahmen.
- Schließlich betrachten einige Damen einen Wandteppich, der das Ende der Fabel darstellt.
- Beleuchtung: Der Autor verwendet mehrere Lichtquellen, um Kontraste zu erzeugen. Die am weitesten entfernte Szene ist die am hellsten beleuchtete.