Meisterwerke der Wiener Klassik: Beethoven, Mozart & Haydn

Eingeordnet in Musik

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 3,45 KB

Ludwig van Beethoven

Geboren 1770 in Bonn, gestorben 1827 in Wien. Er schuf insgesamt 9 Symphonien und zeichnete sich durch eine innovative Orchestrierung aus. Ab 1798 litt er unter einem Gehörleiden; er war ein Schüler von Christian Gottlob Neefe.

  • Heroische Phase (1803/04): Die 3. Symphonie (Eroica) war ursprünglich Napoleon gewidmet. Da Beethoven ein überzeugter Republikaner war, zog er die Widmung nach Napoleons Kaiserkrönung empört zurück und widmete sie stattdessen einem „großen Menschen“.
  • Klavierwerke: 32 Klaviersonaten.
  • Symphonien: Die 6. Symphonie (Pastorale), die 7. Symphonie (von Wagner als „Apotheose des Tanzes“ bezeichnet) und die 9. Symphonie, die durch den Einsatz der menschlichen Stimme als „Choralsymphonie“ bekannt wurde.

Kammermusik und weitere Werke

  • Kammermusik: Sonaten für Klavier und Violine, 5 Sonaten für Cello, 8 Klaviertrios, 3 Klavierquartette, 5 Streichtrios, 2 Streichquintette und zahlreiche Streichquartette.
  • Vokalmusik: 2 Messen, darunter eine feierliche Messe.
  • Konzerte: 7 Konzerte (5 für Klavier und Orchester, 1 für Violine, 1 Tripelkonzert für Klavier, Violine und Violoncello sowie eine Fantasie für Klavier, Chor und Orchester).
  • Oper: Fidelio (ursprünglich unter dem Titel Leonore oder der Triumph der ehelichen Liebe).

Wolfgang Amadeus Mozart

Mozart bewirtschaftete alle musikalischen Genres und zeichnete sich durch Spontaneität, Klarheit der Begriffe und melodische Schönheit aus. Bereits in jungen Jahren unternahm er Konzertreisen durch Deutschland, Belgien, Frankreich und England.

  • Frühwerk: Seine erste Sonate schrieb er im Alter von 9 Jahren. Sein Vater war der Violinist und Komponist Leopold Mozart.
  • Reifezeit: 1784 widmete er Haydn eine Reihe von Quartetten und komponierte die Oper Die Hochzeit des Figaro.
  • Opern: Zu seinen bedeutendsten Werken zählen Don Giovanni, Così fan tutte und Die Zauberflöte.
  • Symphonien: Er schrieb über 600 Kompositionen, darunter 41 Symphonien (die letzte ist die „Jupiter-Symphonie“).
  • Kammermusik: Besonders bekannt ist die Eine kleine Nachtmusik.
  • Konzerte: 23 Klavierkonzerte und 5 Violinkonzerte.
  • Requiem: Das Werk blieb unvollständig und wurde von seinem Schüler Franz Xaver Süßmayr ergänzt.

Klassizismus

Die Epoche der Wiener Klassik umfasst den Zeitraum zwischen 1740 und 1800. Die zentralen Ideale sind Balance, Formklarheit und Zurückhaltung. Der Begriff „klassisch“ impliziert dabei einen hohen künstlerischen Anspruch und eine zeitlose Vorbildfunktion.

Joseph Haydn

Joseph Haydn, der „Vater des Streichquartetts“, verbrachte einen Großteil seines Lebens in Österreich, war aber auch in England sehr erfolgreich. Er war zudem ein Lehrer von Beethoven, der 1792 nach Wien kam.

  • Symphonien: Er schrieb insgesamt 104 Symphonien, darunter berühmte Werke wie die Londoner Symphonien oder die Symphonie mit dem Paukenschlag.
  • Spätwerk: In seinen letzten Lebensjahren widmete er sich verstärkt der Vokalmusik.

Verwandte Einträge: