Die menschlichen Sinne: Aufbau von Ohr, Zunge und Auge
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Das Ohr: Aufbau und Funktion
Das Ohr wird in drei Hauptabschnitte unterteilt: das äußere Ohr, das Mittelohr und das Innenohr.
Das Äußere Ohr
- Ohrmuschel: Besteht aus Knorpel, der mit Haut bedeckt ist. Ihre Funktion ist es, Schallwellen zu sammeln und in den Gehörgang zu leiten.
- Gehörgang: Erstreckt sich von der Ohrmuschel bis zum Trommelfell. Er enthält Haare, um Insekten fernzuhalten, und Drüsen, die Wachs (Cerumen) produzieren, um Wasser abzuhalten.
Das Mittelohr
- Trommelfell (Tympanon): Eine Membran, die durch Schallwellen in Schwingung versetzt wird.
- Gehörknöchelchen: Bestehen aus drei winzigen Knochen: dem Hammer, dem Amboss und dem Steigbügel.
Das Innenohr
Das Innenohr besteht aus dem Gleichgewichtsorgan und der Hörschnecke (Cochlea).
Die Hörschnecke
Die Hörschnecke ist das eigentliche Organ des Hörens.
Das Gleichgewichtsorgan
Das Gleichgewichtsorgan besteht aus zwei Kammern, dem Utriculus und dem Sacculus, sowie den Bogengängen.
Der Gleichgewichtssinn umfasst:
- Statisches Gleichgewicht: Informiert uns über die Körperhaltung.
- Dynamisches Gleichgewicht: Informiert uns über Körperbewegungen.
Der Geschmackssinn
Der Geschmackssinn basiert auf speziellen Nervenzellen, die sich im Inneren des Mundes, besonders häufig auf der Oberfläche der Zunge, befinden.
Papillen und Geschmacksknospen
Die Oberfläche der Zunge ist mit kleinen Vorsprüngen, den Papillen, bedeckt. Diese Papillen enthalten die Nervenenden, die als Geschmacksknospen bezeichnet werden.
Grundgeschmacksrichtungen
Es gibt vier Grundgeschmacksrichtungen:
- Süß
- Salzig
- Sauer
- Bitter
Die große Vielfalt der Aromen entsteht durch die unterschiedlichen Kombinationen dieser vier Geschmacksrichtungen.
Das Auge und der Sehsinn
Das Auge besteht aus dem Augapfel und den akzessorischen Organen.
Akzessorische Organe des Auges
- Augenbrauen: Ihre Funktion ist es, Schweiß von der Stirn abzulenken, damit dieser nicht in die Augen gelangt.
- Augenlider: Zwei Hautfalten, die sich öffnen und schließen, um die Augen zu schützen.
- Wimpern: Haare, die am Rand der Augenlider wachsen. Sie verhindern, dass zu viel Licht in das Auge fällt, wenn es hell ist.
- Augenmuskeln: Ermöglichen es uns, die Augen in alle Richtungen zu bewegen.
- Tränendrüsen: Produzieren Tränen (eine wässrige Flüssigkeit), die ständig abgesondert und beim Blinzeln über das Auge verteilt werden, um es feucht zu halten und zu reinigen.
Der Augapfel: Schichten und Bestandteile
Der Augapfel besteht aus mehreren Schichten und Komponenten:
- Bindehaut (Konjunktiva): Eine dünne, transparente Zellschicht, die die Oberfläche des Auges und der Augenlider bedeckt und schützt.
- Lederhaut (Sklera) und Hornhaut (Cornea): Die Lederhaut ist die äußerste Schicht des Augapfels. Sie wird vorne transparent und bildet dort die Hornhaut.
- Aderhaut (Choroidea): Eine sehr dunkle Schicht unterhalb der Lederhaut. Ihre Funktion ist es, abgelenkte Lichtstrahlen zu absorbieren, die das Bild verfälschen würden.
- Iris (Regenbogenhaut) und Pupille: Die Iris ist der farbige Teil des Auges. Sie besteht aus unwillkürlichen Muskeln, die die Pupille öffnen und schließen, um die Lichtmenge zu steuern, die in das Auge eintritt. Zwischen Iris und Hornhaut befindet sich das Kammerwasser.
- Linse: Ein vollständig transparentes Proteinorgan, das das Licht bündelt, sodass das Bild auf der Netzhaut entsteht.
- Netzhaut (Retina): Die innerste und größte Schicht im Auge. Sie bildet das Bild von dem, was wir sehen.