MERCOSUR: Herausforderungen, Lösungen und NAFTA-Vergleich

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Probleme der Integration im MERCOSUR

Intern: Protektionismus und Widerstand

Lateinamerika verfolgte eine protektionistische Politik. Die Länder hatten extrem hohe Importzölle und oft ein Einfuhrverbot für bestimmte Produkte. Dies war teilweise auf die Präsenz von Militärregierungen in vielen Ländern zurückzuführen. Unternehmen reservierten sich den heimischen Markt ohne ausländische Konkurrenz. Daher war der Widerstand gegen die Senkung der Zölle sehr groß.

Extern: Rohstoffpreise und Wirtschaftskrisen

Externe Faktoren waren der Rückgang der internationalen Rohstoffpreise und globale Wirtschaftskrisen.

Lösungsansätze seit den 1980er Jahren

Seit den 1980er Jahren wurde die lateinamerikanische Integration durch politische und wirtschaftliche Umstände erleichtert.

Politische Entwicklung

Die Rückkehr zur Demokratie in den meisten Ländern spielte eine wichtige Rolle.

Wirtschaftliche Öffnung

Es erfolgte der Verzicht auf Protektionismus, die Senkung der Zölle und die Akzeptanz der Politiker, Stabilität in die Wirtschaft zu bringen. Die Öffnung nach außen wurde als einer der besten Wege für Wirtschaftswachstum angesehen.

NAFTA: Nordamerikanischer Freihandel

Definition und Mitglieder

NAFTA steht für das North American Free Trade Agreement. Dieser Vertrag ermöglicht den freien Verkehr von Kapital und Waren zwischen den Mitgliedern: USA, Kanada und Mexiko.

Erweiterte Bereiche

Die Vereinbarung erstreckt sich auch auf neue Bereiche von wirtschaftlicher und politischer Bedeutung, wie geistiges Eigentum, den öffentlichen Markt und Energie.

Abhängigkeit Mexikos und Kanadas von den USA

Mexiko und Kanada sind zunehmend von den USA abhängig, da diese den Großteil der Produktion aus beiden Ländern abnehmen. Waren, die nicht an andere Staaten oder Blöcke verkauft werden können, führen zu Handelsbeschränkungen oder -rückgängen. Dies schafft eine größere Abhängigkeit. Der negative Aspekt dieser Abhängigkeit ist, dass eine Krise in der US-Wirtschaft automatisch die anderen Länder mit in die Krise zieht.

Geringe Resonanz auf Clintons Vorschlag in Lateinamerika

Clintons Vorschlag fand in Lateinamerika wenig Anklang, mit Ausnahme von Kuba. Gründe dafür waren:

  • Wiederholte Naturkatastrophen in der Region (Erdbeben, Wirbelstürme, Überschwemmungen und El Niño).
  • Die von IWF auferlegte Sparpolitik in den meisten Ländern, welche die sozialen Ungleichheiten verschärfte.
  • Die Auflösung der regionalen Solidarität.

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