Merkmale der Lyrik: Gattung, Stilmittel und Kommunikation

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Die Lyrik gehört zu einer literarischen Gattung, die sich auf die Welt der Gefühle und Emotionen bezieht. Sie beschreibt den Einfluss und die Auswirkungen der Realität auf den Geist des Menschen sowie die innere Welt des Dichters, was eine einzigartige Stimmung oder Emotion erzeugt. Zur Lyrik zählen alle Werke – ob in Versen oder Prosa –, in denen intime Gefühle und Emotionen, die individuell und persönlich sind, explizit ausgedrückt werden.

Struktur und Inhalt lyrischer Texte

  • Gegenstand des Textes: Umstände oder Ursachen, die eine besondere Stimmung im Dichter hervorrufen.
  • Grund des Textes: Das Konzept oder die Idee hinter einer poetischen Komposition. Diese Idee stellt die wichtigste Botschaft dar und ist im Allgemeinen ein Abstraktum wie Trauer, Liebe, Einsamkeit, Sehnsucht oder Angst. Mit anderen Worten bezieht sie sich auf das Gefühl, das aus der Stimmung und den Umständen resultiert.
  • Das lyrische Ich (Hablante lírico): Dies ist der fiktive Charakter, den der Dichter erschafft, um dem Leser seine Realität zu vermitteln. Es ist seine eigene Art zu sehen und zu fühlen, d. h. die Instanz, die den Inhalt des Gedichtes liefert und Eindrücke sowie Emotionen vermittelt. Es ist dafür verantwortlich, die Realität des Dichters darzustellen.

Rhetorische Stilmittel

Die Metapher dient als expliziter Vergleich. Ein Vergleich wird allgemein zur Gegenüberstellung von Dingen verwendet. Die Personifikation überträgt menschliche Eigenschaften auf Tiere oder Gegenstände. Die Hyperbel nutzt Übertreibungen zur Verdeutlichung, während das Hyperbaton die übliche Satzstellung verändert.

Der Prozess der Kommunikation

Dieser Prozess besitzt einen Kontext und umfasst folgende Elemente:

  • Referent: Thema und referenzielle Funktion.
  • Standort: Situative Funktion.
  • Sender: Expressive Funktion.
  • Empfänger: Appellative Funktion.
  • Botschaft: Poetische Funktion.
  • Code: Metasprachliche Funktion.
  • Kanal: Phatische Funktion.

Beschreibungsformen und Zeitstrukturen

Die Prosopopöie umfasst die physikalische Beschreibung von Zügen und Fähigkeiten. Die Etopöie beschreibt Gesten, Gesichtsbewegungen sowie psychologische Aspekte wie persönliche Überzeugungen, Ideologien und Haltungen.

Zeitliche Dimensionen und Figuren

Hinsichtlich der Zeiten gibt es den Wiederaufbau der Geschichte, den Butterfly-Effect (Ereignisse geschehen über alle Zeiten hinweg), Déjà-vus, Traumziele und parallele Zeiten. Anachronien bezeichnen Brüche in der Zeit, wie Rückblenden (Flashbacks) oder längere Erzählungen der Vergangenheit (Raconté). Zudem werden Science-Fiction und Futurismus thematisiert.

Die Hauptfigur kann statisch sein (ändert sich nicht) oder dynamisch (verändert sich). Nebenfiguren werden als sekundär oder tertiär (zufällig) eingestuft. Grammatikalisch werden Aktionen durch das Gerundium oder Partizip realisiert, die in der Handlung enden, als ob ein Echo nachhallt. Eine Periphrase bildet Verbindungen zwischen Wortformen.

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