Merkmale und Methode der aristotelischen Erkenntnistheorie

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Erkenntnistheorie

c. Merkmale des wissenschaftlichen Diskurses

Die aristotelische Wissenschaft ist systematisch und logisch. Sie unterstützt die Verwendung der apophantischen Sprache, mit der ein Prädikat einem Subjekt bejaht oder verneint wird, was im Rahmen der Korrespondenz- oder Angemessenheitstheorie der Wahrheit Sinn ergibt. Der aristotelische Diskurs ist systematisiert und in Gebiete gegliedert. Er erlaubt die Verbindung zwischen dem Allgemeinen und dem Besonderen durch die formale Struktur einer Rede. Diese Struktur, die auf der Annahme beruht, dass bestimmte Aussagen (Prämissen) wahr sind, ermöglicht durch bestimmte Bildungsregeln im deduktiven Prozess die Transformation dieser Aussagen in andere Forderungen (Schlussfolgerungen). Diese Struktur wird als Syllogismus bezeichnet. Die wissenschaftliche Wahrheit der Konklusion hängt von der Wahrheit der Prämissen ab.

E. Methode der Erkenntnis: Abstraktion

Das erste Objekt der Erkenntnis ist die konkrete, unmittelbare, einzigartige Realität, d. h. die Substanz. Es werden zwei Quellen der Erkenntnis unterschieden: Sensibilität und Verständnis.

Die Sensibilität ist eine wichtige Funktion der Erkenntnis, da Menschen durch Sinneswahrnehmung die real existierenden Qualitäten in den Dingen erfassen und im Gedächtnis behalten. Aristoteles misst der Sensibilität eine größere Bedeutung bei als Platon.

Erkenntnis ist jedoch nicht nur auf die sensorische Wahrnehmung beschränkt. Sie muss mehr sein, sie könnte das Wesen sein. Jetzt kommt die Vereinbarung ins Spiel, die das Wesen der Dinge erfassbar und verständlich macht. Der Verstand hat zwei Funktionen:

  • „Patientes Verstehen“ (Verstand als Empfänger): Die Grundlage des Verständnisses dieser Funktion ist die Entwicklung universeller Konzepte.
  • „Agens Verstehen“ (Verstand als Handelnder): Dieser ist gleichgültig, von der Materie getrennt und unsterblich/göttlich.

Für Aristoteles ist das Wesen der Dinge die Form, die durch das patientes Verstehen erfasst und durch die Erleuchtung des Geistes, die sich von seinem Subjekt trennt, hervorgehoben wird. Die „Form“ wird als universelles Konzept gedacht, mit dem ontologische Strukturen ausgesagt werden.

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