Merkmale des Rechtsstaats und des Demokratischen Staates
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Der Rechtsstaat: Definition und Kernelemente
Der Begriff des Rechtsstaates (Rule of Law) wurde maßgeblich von Elías Díaz geprägt. Er definiert den Rechtsstaat durch folgende zentrale Eigenschaften:
- Gewaltenteilung: Die Trennung der staatlichen Gewalten.
- Gesetzmäßigkeit der Verwaltung: Die Verwaltung unterliegt dem Gesetz.
- Anerkennung und Garantie der Grundrechte: Die Sicherstellung der fundamentalen Rechte der Bürger.
Die Verfassung als Grundlage des Rechtsstaats
Unter der Herrschaft des Rechts steht das Volk über der Exekutive und der Legislative. Der Staat wird durch die Verfassung geregelt und anerkannt. Wesentliche Merkmale sind:
- Die Existenz der Teilung der Gewalten, welche bestimmte Verbindungen aufweist.
- Die Existenz einer hochentwickelten Verwaltung, welche die Macht der Exekutive ausübt.
- Die spanische Verfassung erkennt die Grundrechte an und gewährleistet deren Leistung.
- Die Gewährleistung der Verfassungsmäßigkeit von Gesetzen ist eine Aufgabe der Justiz, die in der Verfassung artikuliert ist.
Grundlegende Prinzipien des Rechtsstaats
Es gibt eine Reihe von Grundsätzen, die den Rechtsstaat kennzeichnen:
- Prinzip der Verfassungsmäßigkeit: Die Verfassung ist das oberste Gesetz; alle anderen Gesetze und Vorschriften unterliegen der Verfassung.
- Legalitätsprinzip (Grundsatz der Gesetzmäßigkeit): Die Behörden sind dem Recht unterworfen.
- Grundsatz der Normenhierarchie: Regeln haben Vorrang vor anderen Normen.
- Grundsatz der Publizität: Die Normen müssen bekannt gemacht werden.
- Grundsatz der Nicht-Rückwirkung: Regeln treten ab dem Zeitpunkt ihres Inkrafttretens in Kraft und wirken nicht zurück.
- Prinzip der Verantwortlichkeit der öffentlichen Hand: Öffentliche Behörden unterliegen nicht nur den Regeln, sondern haften auch für ihr Handeln. Dies umfasst die politische und justizielle Verantwortung.
Der Demokratische Staat: Beteiligung und Pluralismus
Der demokratische Staat basiert auf dem Konzept der Teilhabe des Volkes an der politischen Macht. Historisch gesehen war Demokratie (z. B. nach Kensel) mit Machtakkumulation vereinbar. Eine Auswahl der Regierenden erfolgt durch das Volk.
Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm das Konzept der Demokratie eine andere Richtung an, gekennzeichnet durch:
Merkmale der politischen Partizipation
Die Teilnahme an politischen Entscheidungen (Partizipation) erfolgt durch:
- Forum: Zum Beispiel ein Referendum über eine Norm oder eine Volksinitiative.
- Wahl (Abstimmung): Bezieht sich auf die Wahl von Vertretern.
Weitere Elemente der Demokratie
- Politischer Pluralismus: Politische Parteien sind der Ausdruck des politischen Pluralismus. Sie spiegeln den Willen des Volkes wider und sind das Hauptinstrument der politischen Beteiligung.
- Konsens: Ein weiteres Element, das die Demokratie charakterisiert.
- Achtung der Minderheiten: Ein wichtiger Grundsatz ist die Achtung der Minderheiten und der politischen Opposition.
- Prinzip der Reversibilität: Die Möglichkeit, Entscheidungen rückgängig zu machen oder zu ändern.
Kontrolle und Grenzen der Staatsmacht
Ein weiteres Element des demokratischen Staates ist die Teilung, Kontrolle, Verantwortung und Begrenzung der staatlichen Macht. Ohne diese Elemente gibt es keine Demokratie.
Rechtsstaatlichkeit vs. Autokratie
Das Konzept der Rechtsstaatlichkeit steht im Gegensatz zur Autokratie. Beide sind theoretische Modelle, wobei die Demokratie mehr oder weniger stark ausgeprägt sein kann.
Die Rechte und Merkmale, die es uns erlauben, Demokratie von Autokratie zu unterscheiden, sind:
- Abstimmungen (Wahlen)
- Partizipation (Beteiligung)
- Achtung der Minderheiten
- Die Möglichkeit des politischen Wandels