Merkmale und Themen der Romantik

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Das Gefühl der Melancholie und Angst

Dieses Gefühl ist ein zentrales Merkmal des romantischen, unglücklichen Bewusstseins.

  • Angst vor der Unvollständigkeit des Lebens (die menschliche Urangst).
  • Das Leben wird als Problem empfunden: Es ist flüchtig und inkonsequent.
  • Ein gemeinsames Thema ist die Ruine als Symbol des Verfalls und der Vergänglichkeit.

Die Obsession mit dem Tod

Die Obsession mit dem Tod soll den „Blues“ (die Melancholie) lindern.

  • Findet der Autor Trost im Mystisch-Religiösen, wird die Melancholie gemildert.
  • Ist der Autor Atheist, wird die Melancholie verzweifelt.

Konflikt und Enttäuschung mit der Welt

Der Romantiker ist von einer ewigen Unzufriedenheit mit seinen Idealen (Freiheit, Glück) geprägt.

Da das Ideal in der realen Welt nicht gefunden wird, führt diese große Enttäuschung zu:

  1. Rebellion: Der Autor wendet sich gegen die Politik und Gesellschaft seiner Zeit.
  2. Flucht (Eskapismus): Die Enttäuschung führt zur Flucht in:
    • Die Zeit (Beschwörung des Mittelalters und Rückblenden).
    • Den Raum (Vorliebe für das Exotische und ferne Länder).

Extreme Formen der Flucht sind der Selbstmord (z. B. Larra) oder der Geschmack an Askese als Mittel zur Vermeidung (bei gläubigen Autoren).

Die Erhöhung des Selbst (Subjektivismus)

Dies ist eine der Wurzeln des romantischen Geistes.

  • Der Künstler fühlt sich als Genie, das weit über die Welt um ihn herumsteht.
  • Er zieht es vor, sich zu isolieren und die Einsamkeit zu suchen, anstatt sein Selbst in der Gesellschaft zu verlieren.

Die Überhöhung des Selbst führt zu einem übermäßigen Individualismus und Subjektivismus, die charakteristisch für die Romantik sind.

Die Frage der Privatsphäre und Abgeschiedenheit ist sehr wichtig.

Dieser Geist der Selbstbestimmung führt zur Verachtung der Vernunft und des Neoklassizismus sowie zum Überfluss an Gefühlen und Leidenschaften.

Freiheit

Die Verherrlichung der Freiheit ist eine Erweiterung des romantischen Selbstverständnisses.

Der Künstler lehnt soziale, politische und künstlerische Regeln ab, da er sich über die Verhaltensnormen stellt.

Die Ablehnung der dem neoklassischen Schaffen auferlegten Regeln führt zum literarischen Liberalismus.

Der Wunsch nach Freiheit ist auch entscheidend für die Not, die der Romantiker durch das Schicksal empfindet, da der Wunsch, das Schicksal zu kennen und zu beeinflussen, frustriert wird.

Die Rolle der Natur

Die Natur nimmt eine große und besondere Rolle ein.

  • Die Natur passt sich der Stimmung des Schriftstellers an: Sie erscheint melancholisch, düster oder turbulent.
  • Die Angst und Obsession mit dem Tod manifestiert sich in der Liebe zur nächtlichen Landschaft und zu Bestattungsorten (Friedhöfen).
  • Es besteht eine Vorliebe für verborgene, versteckte, verlassene Gärten und Landschaften der Einsamkeit.

Geschichte und Nationalismus

Das Interesse an der Geschichte und die Entwicklung des Nationalismus sind wichtige Anliegen und Themen der romantischen Autoren.

Durch die Geschichte suchen die Autoren eine neue Art der Reise, indem sie mit ihrer Fantasie in die Vergangenheit flüchten.

Besonders beliebt sind der historische Roman und Legenden über alte Zeiten.

Die Romantiker suchen in der Geschichte nach nationalen Eigenheiten, die in der Gegenwart nicht mehr existieren.

Diese nationalen Besonderheiten werden vehement verteidigt, da sie den Nationalismus fördern sollen.

Ebenfalls sehr beliebt ist das Interesse an:

  • Traditionen und Bräuchen
  • Liedern und Sprache
  • Allen kulturellen Eigenschaften, die den Nationalismus unterstützen können.

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