Merkmale und Werke der barocken Bildhauerei

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Merkmale der barocken Bildhauerei

  • Expression: Diese Figuren wirken ausdrucksstärker.
  • Erzählung: Details nehmen wichtige Zahlen auf, um die Auslegung besser zu verstehen – das Welterbe der Gotik.
  • Thema: Änderungen im Realismus; es wurden Menschen identifiziert, die als Modell für die Darstellung der Apostel usw. gedient hatten.
  • Hagiographie: Lebensgeschichten der Heiligen, die im 17. Jahrhundert neu heiliggesprochen wurden, unter Einbeziehung von Szenen ihres eigenen Lebens.
  • Bewegung: Die Lebendigkeit der Figuren steht im Kontrast zum Etatismus der Renaissance. Dynamische und lebhafte Figuren. Der Contrapposto von Da Vinci wird geschätzt und übertrieben. Die Kleidung spielt eine doppelte Rolle: Sie erzeugt Bewegung durch kostbare Stoffe und reichlich tiefe Falten, die ein leuchtendes Hell-Dunkel erzeugen. Skulptur und Gemälde betonen die architektonische Wirkung (die Reinheit der Linie der Renaissance geht verloren, Konturen verschwimmen durch diesen malerischen Effekt).
  • Zusammensetzung: In der Skulptur zeigt sich ein großer Reichtum, eine Erbschaft des Manierismus. Im Vergleich zur klassischen Periode, in der nur eine Ansicht von vorne dominierte (Michelangelos figura serpentinata, schraubenförmige Gestalt), müssen wir die Figur umrunden. Es dominieren schräg gestellte Werke, die den Blick von der Arbeit wegführen – eine dynamische Achse, die nun auch in der Architektur zu sehen ist.
  • Material: In Italien sind wichtige Arbeiten aus Marmor, Bronze oder Mischtechniken gefertigt. Bernini strebte nach Polychromie. Wenn ein Gönner nicht bezahlen konnte, wurde Gips mit einer Bronze-Patina überzogen. In Spanien wurde vorwiegend bemaltes Holz verwendet.

Wichtige Werke

St. Cecilia von Stefano Maderno (Pauline-Kapelle)

Dies war sein wichtigstes Werk aus Carrara-Marmor. Es existieren zwei identische Skulpturen: eine in den Katakomben, wo die Stelle gefunden wurde, und die andere in der Kirche Santa Cecilia in Trastevere (1600). Es ist das erste große Beispiel für Realismus in der Plastik und die Verherrlichung des Martyriums. Die Heilige starb durch drei Schläge einer Axt in den Hals und verteidigte die Trinität, weshalb sie mit dem Finger auf die Zahl 1 zeigt. Die Behandlung bietet eine feine italienische Idealisierung mit perfekter Anatomie und einfachen Stoffen, die an die Renaissance erinnern (feine Stoffe, die am Körper kleben, ohne starke Kontraste). Sie ist in einer Urne auf dem Altar platziert.

Francesco Mochi (1580–1654)

Seine Hauptwerke entstanden zwischen 1603 und 1630.

Verkündigung, Dom von Orvieto (1603–1608)

Die ständige Bewegung der Jungfrau Maria und des Engels auf einer Wolkenbasis steht im Kontrast zu früheren Darstellungen (z. B. Donatello in Santa Croce, wo die Jungfrau unbeweglich ist, oder Leonardo da Vincis Verkündigung mit statischen Bildern). Die Jungfrau ist hier leicht gedreht und erhoben. Der Contrapposto ermöglicht eine Vielzahl von Ansichtspunkten, erzeugt eine instabile, schraubenförmige Bewegung nach Michelangelo, und die Stoffe sowie der Arm des Engels schaffen eine Diagonale, die den Betrachter in die Szene einbezieht.

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