Mester de Juglaría: Die Kunst der mittelalterlichen Sänger
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Mester de Juglaría: Die Kunst der Minnesänger
Der Mester de Juglaría (Minnesang) bezeichnet die Kunst der fahrenden Sänger, die als Dichter Ereignisse, Taten von Helden sowie Legenden in Form von Epen vortrugen. Diese Kunstform des Geschichtenerzählens wird als Mester de Juglaría bezeichnet.
Die Rolle der Minnesänger
Die Aufgabe der Sänger bestand darin, epische Stoffe dramatisch vorzutragen. Sie zogen von Stadt zu Stadt und von Burg zu Burg, um die Menschen mit auswendig gelernten Versen zu unterhalten. Die Epen wurden ursprünglich mündlich überliefert und waren nicht zum Lesen bestimmt.
Unterhaltung und Darbietung
Zu ihrem Repertoire gehörten:
- Singen und Tanzen
- Vortrag lyrischer Gedichte
- Musikalische Begleitung bei Festen
Unterschied zwischen Minnesängern und Troubadouren
Der wesentliche Unterschied liegt in der sozialen Stellung und Arbeitsweise:
- Minnesänger (Juglares): Sie trugen Werke vor, die bereits existierten, und erhielten dafür eine Belohnung.
- Troubadoure: Sie schrieben ihre eigenen Stücke und rezitierten diese in dem höfischen Umfeld, dem sie angehörten.
Epische Gedichte
Als epische oder heroische Gedichte bezeichnet man mittelalterliche Werke in Versform, die die Heldentaten bedeutender Persönlichkeiten besingen.
Ursprung und Theorien
Über den Ursprung des Epos gibt es verschiedene Theorien. Einige Gelehrte behaupten, dass das spanische Epos im 11. Jahrhundert als Nachahmung des französischen Vorbilds entstand. Zur Entstehung der Werke gibt es drei zentrale Thesen:
1. Individualisten
Sie vertreten die Ansicht, dass ein Werk von einer einzigen Person verfasst wurde, meist einem Kleriker oder Mönch.
2. Traditionalisten
Sie gehen davon aus, dass kurze, traditionelle Lieder als Grundlage für die Entstehung längerer Epen dienten.
3. Neotraditionalisten
Diese von Ramón Menéndez Pidal begründete Theorie besagt, dass Epen aus älteren episch-lyrischen Gedichten hervorgingen. Diese wurden zeitnah zum erzählten Ereignis komponiert und blieben im kollektiven Gedächtnis des Volkes lebendig, wo sie durch mündliche Anpassungen und Erweiterungen schließlich zu einem vollständigen Epos heranwuchsen.
Entwicklung der Heldenlieder
Die epischen Gedichte begannen gegen Ende des Mittelalters an Bedeutung zu verlieren. Das Epos verschwand jedoch nicht vollständig, sondern transformierte sich in andere literarische Gattungen.