Methoden und Herausforderungen der Sozialen Arbeit in der Gemeindeentwicklung

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Forschung und Intervention in der Gemeindeentwicklung

Kurz gesagt, betrachten wir als Studienobjekte sowohl die Dimension der Selbstverwirklichung in unserer Gemeinde als auch die Aktivität der Gemeinschaft zur Transformation struktureller Ziele.

1. Forschungsmethoden und Techniken

Fünf Zugänge zur sozialen Wirklichkeit

Wir können fünf Methoden oder Mittel für den Zugang zur sozialen Wirklichkeit unterscheiden:

  1. Die historische Methode (setzt die Zeitlichkeit der Gegenwart voraus, geprägt durch einen spezifischen historischen Pfad).
  2. Die vergleichende Methode (basiert auf dem Grad der Komplexität und strukturellen Analogie zwischen den verglichenen Phänomenen).
  3. Die rationale kritische Methode (befasst sich mit sozialen Zielen und der ihr eigenen Rationalität).
  4. Die quantitative Methode (für diejenigen Aspekte des Studiengegenstands, die dies erfordern oder zulassen).
  5. Die qualitative Methode (adressiert die Sinnhaftigkeit von Dingen für uns und versucht, Identitäten und Differenzen festzustellen).

Wichtige Forschungstechniken der Sozialwissenschaften

Die wichtigsten Forschungstechniken der Sozialwissenschaften werden entsprechend dem Studiengegenstand und der angemessenen methodischen Perspektive angewendet. Wir können sie wie folgt gruppieren:

Quantitative Techniken

Quantitative Techniken wurden entwickelt, um die tatsächliche Menge der Fakten zu erfassen. Dazu zählen Beobachtung, strukturierte Interviews und statistische Erhebungen.

Qualitative Techniken und die hermeneutische Perspektive

Qualitative Techniken zielen darauf ab, nicht nur die Faktizität des Sachverhalts zu untersuchen, sondern auch die symbolische Dimension der sozialen Interaktion. Dies entspricht der hermeneutischen Perspektive. Dazu gehören:

  • Lebensgeschichten: Beschreibende Studien, die Erfahrungen und Sichtweisen der Welt der befragten Person erfassen.
  • Diskussionsgruppen: Zeigen Meinungen, Haltungen und Motivationen auf, die einer Gruppe gemeinsam sind, und liefern Wissen über Systeme sozialer Repräsentationen.
  • Offene oder unstrukturierte Interviews: Die Antworten der Befragten sind nicht anhand eines Fragebogens vordefiniert.
Partizipative Aktionsforschung (PAR/IAP)

Die Partizipative Aktionsforschung (PAR/IAP) besteht aus einer Reihe von Techniken und Verfahren zur Förderung der Bürgerbeteiligung und der kommunalen Dynamik. Die Grundlinien der PAR/IAP sind:

  1. Wechsel vom Subjekt-Objekt zum Subjekt/Thema: Die Betroffenen sind die Protagonisten und müssen das Zentrum des Prozesses bilden.
  2. Beginn bei den Bedürfnissen und Anforderungen der Menschen, so wie sie diese sehen.
  3. Verknüpfung von Reflexion mit Maßnahmen: Dies fördert eine strenge Selbstdiagnose.
  4. Ganzheitliche Sicht: Die Realität ist mehrdimensional, daher können unterschiedliche Standpunkte und methodische Ansätze verwendet werden.
  5. Wissen ist Transformation und Stärkung: Das ultimative Ziel ist, dass die Gemeinde geschult wird, ihre Abhängigkeit zu überwinden und eine führende Rolle bei der Gestaltung ihres Lebenswegs einzunehmen.

2. Wesentliche Ziele der Intervention

Diagnose, Entwicklung und Bewertung von Gemeinschaftsmodellen

Der Sachbearbeiter (Sozialarbeiter) muss die folgenden Dimensionen detailliert analysieren:

  1. Diagnose der zu lösenden Probleme: Analyse struktureller Ungleichheiten, Lücken oder fehlender persönlicher Fähigkeiten für das Leben in der Gemeinschaft, sowie Community-Aktivitäten, die soziale Bindungen stärken und strukturellen Herausforderungen dienen.
  2. Gestaltung der Art der zu entwickelnden Gemeinschaftsmaßnahmen: Bereitstellung von Dynamik für Menschen, Festlegung gemeinschaftlicher und individueller Ziele.
  3. Die Umsetzung des Gemeinschaftshandelns: Gruppendynamik, Kommunikations- und Verhandlungsprozesse, Verteilung von Macht.
  4. Die Aufrechterhaltung der Maßnahme im Laufe der Zeit: Neudefinition der Ziele, laufende Bewertung, Anpassung an das veränderte Umfeld nach den ersten Ergebnissen der Gemeinschaftsmaßnahmen.
  5. Die endgültige Prüfung und der Bericht an die verantwortlichen Institutionen: Erfassung persönlicher Leistungen und der Reichweite der Gemeinschaft, der nicht gelösten Probleme und der generierten neuen Chancen.

3. Herausforderungen für Sozialarbeiter in der Gemeinschaftsarbeit

Dynamik des sozialen Handelns in der Gemeinschaft

Es gibt zwei große Problemfelder für die professionelle Arbeit der Gemeinschafts-Sozialarbeiter:

1. Umgang mit internen Herausforderungen nach der Inbetriebnahme

Der Umgang mit den Herausforderungen, die sich aus der Gemeinschaftsdynamik nach der Inbetriebnahme ergeben:

  1. Die Integration der Beteiligten.
  2. Streitigkeiten, die sich aus der Interaktion ergeben.
  3. Die Arbeitsteilung, Spezialisierung auf Gemeinschaftsmaßnahmen und die daraus folgende Schichtung sowie die Zuweisung von Rollen und Status innerhalb der Gemeinschaft.
  4. Der Konflikt zwischen kulturellen Mustern verschiedener Personen innerhalb der Gemeinschaft, der intern erzeugten Kultur selbst und dem Zusammenspiel von Kultur und dem Ursprung des Umfelds, in dem die Gemeinschaftsmaßnahmen entwickelt werden.
  5. Verschiedene Formen der Partizipation und Kommunikation, verbunden mit Problemen wie der Abwesenheit gemeinsamer Kommunikationsmuster und insbesondere einer falschen Verwendung der verbalen und nonverbalen Sprache zwischen den Personen in der Gemeinde.
2. Herausforderungen im Zusammenhang mit der Außenpolitik der Gemeinschaft

Der Sozialarbeiter muss besonders aufmerksam auf Veränderungen und die Lebensfähigkeit der gesetzten Ziele sein. Es kann vorkommen, dass diese Ziele nicht vollständig erreicht werden, was zu Frustration bei den Teilnehmern führen kann. Der Sozialarbeiter muss wissen, wie er damit umgeht.

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