Methoden der partizipativen Forschung

Eingeordnet in Lehre und Ausbildung

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 3,53 KB

Instrumente zur Förderung der Beteiligung im Forschungsprozess

Der Workshop an der IA soll eine offene Beteiligung ermöglichen und zur Diskussion und Reflexion über spezifische Aspekte des Projekts führen, mit Schwerpunkt auf der Praxis. Die wichtigsten Instrumente, die wir zur Förderung der Teilnahme während des gesamten Forschungsprozesses einsetzen können, sind:

  • Brainstorming
  • SWOT-Methode
  • Karten (Mapping)
  • Teilnehmerbefragungen (Umfragen)

Brainstorming

Brainstorming ermöglicht es, in einer gemeinsamen Gruppe alle Ansichten, Wissen oder Erfahrungen zu einem bestimmten Thema zu sammeln. Die Durchführung ist sehr einfach:

  1. Der Forscher stellt ein Problem klar dar und formuliert eine Frage, die von den einzelnen Gruppenmitgliedern beantwortet wird.
  2. Die Teilnehmer schlagen ihre Ideen vor und diskutieren sie.
  3. Der Forscher hält diese Ideen an einem für alle sichtbaren Ort fest.
  4. Anschließend werden die vorgeschlagenen Ideen im Hinblick auf die Ziele gruppiert bzw. kategorisiert.

Variante: Logischer Rahmen Workshop

Dies ist eine Variante des Brainstormings, bei der farbige Karten verwendet werden, um unterschiedliche Konzepte zu ordnen. Die Teilnehmer notieren ein Konzept pro Karte, und die Karten werden farblich gruppiert.

SWOT-Methode (Schwächen, Bedrohungen, Stärken, Chancen)

Ziel der SWOT-Analyse ist es, die Situation der untersuchten Bevölkerung zu bewerten. Dabei werden sowohl die subjektiven Umstände der Gruppe (wie diese interpretiert werden) als auch die objektiv beobachteten Umstände berücksichtigt. In einer Vier-Felder-Tabelle werden interne und externe Gegebenheiten sowie Risikofaktoren und Erfolgsfaktoren analytisch erfasst.

Die SWOT-Matrix

RisikofaktorenErfolgsfaktoren
Interne Umstände (Objektivierbare Gegebenheiten)SchwächenStärken
Externe Umstände (Hypothetische Zukunft)BedrohungenChancen

Definitionen

  • Schwächen: Sind die internen und negativen Verhältnisse in der Gruppe, die objektiv überprüft werden.
  • Stärken: Sind die internen und positiven Verhältnisse der Gruppe in Bezug auf das untersuchte Problem, die objektiv überprüft werden.
  • Bedrohungen: Sind hypothetische äußere Umstände, die sich möglicherweise negativ auf das Problem auswirken.
  • Chancen: Sind die positiven äußeren Umstände, die eine Konfliktlösung fördern können.

Karten (Mapping)

Karten (Mapping) dienen nicht dazu, erste Informationen von der Gruppe zu erhalten. Wie jede grafische Darstellung soll ihre Anwendung das Verständnis eines komplexen Phänomens erleichtern und es auf gemeinsame Kategorien reduzieren. Es werden typischerweise drei Arten von Karten erstellt:

  1. Physische Karten: Beschreiben physisch das Gelände und die für die Gemeinschaft relevanten Elemente.
  2. Soziale Karten: Sammeln Informationen über die soziale Struktur der Gemeinschaft und die Art und Weise, wie Unterschiede oder Verhältnisse wahrgenommen werden.
  3. Transekt-Karten: Diese Karten werden von verschiedenen Gruppen erstellt, nachdem sie Touren mit Forschern unternommen haben, um die angeforderten Elemente zu beobachten und zu suchen.

Verwandte Einträge: