Methodik der Variablenmessung und Forschungsdesigns

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Messskalen für Variablen

Die Planung und Kontrolle von Variablen erfolgt methodisch durch Ausschlusskriterien.

Kategorische oder qualitative Variablen

  • Nominalskala: Identifiziert Ereignisse als unterschiedlich, ohne implizite Ordnung oder quantitative Beziehungen.
  • Ordinalskala: Stellt hierarchische Beziehungen dar, quantifiziert jedoch nicht den Abstand zwischen den Kategorien.

Numerische oder quantitative Variablen

  • Intervallskala: Besitzt gleiche, messbare Abstände. Es gibt keinen absoluten Nullpunkt, daher sind hypothetische oder negative Werte möglich.
  • Verhältnisskala (Ratio-Skala): Besitzt konstante Abstände und einen absoluten Nullpunkt, der das Fehlen des Merkmals definiert.

Messinstrumente in der Forschung

Messinstrumente dienen dazu, subjektive Konstrukte zu erfassen. Sie erfordern strukturierte Verfahren, bei denen die Bewertung unabhängig vom Bewerter erfolgt und in ein Dokument übersetzt wird.

Forschungsdesigns und Studienarten

  • Deskriptiv: Detaillierte und geordnete Beschreibung von Personen, Orten oder Objekten.
  • Relational: Untersucht statistische Abhängigkeiten zwischen Ereignissen, jedoch keine direkten Ursache-Wirkungs-Beziehungen.
  • Explikativ: Erklärt das Verhalten einer Variable durch eine andere (Ursache-Wirkungs-Prinzip). Erfordert methodische und statistische Kontrolle (z. B. Bradford-Hill-Kriterien).
  • Prädiktiv: Schätzt die Wahrscheinlichkeit von Ereignissen, wie Komplikationen oder Sterblichkeit.
  • Applikativ: Löst praktische Probleme oder Situationen durch technische Innovation oder wissenschaftliche Anwendung.

Variablentypen

Eine Variable ist jedes messbare Ereignis.

  • Unabhängige Variable: Stellt die Ursache oder den Risikofaktor dar; sie ist unabhängig von anderen Faktoren.
  • Abhängige Variable: Die Zielvariable der Studie; ihre Entwicklung hängt von anderen Aspekten ab.

Störvariablen und Kontrolle

  • Confounding-Variablen: Beeinflussen sowohl die unabhängige als auch die abhängige Variable und erzeugen Verwirrung. Kontrolle erfolgt durch geschichtete Analyse.
  • Intermediäre Variablen: Treten unerwartet zwischen Ursache und Wirkung auf. Die Neutralisierung erfolgt am besten durch multivariate Analyse.
  • Störvariablen (Laufvariablen): Haben einen starken Einfluss auf die abhängige Variable, aber keinen bekannten Effekt auf die unabhängige Variable. Ihre Kontrolle erfolgt methodisch durch Ausschluss bei der Planung.

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